Für Schindler ist es erst das dritte Ranking-Major-Viertelfinale seiner Karriere. Zuvor gelang ihm das bei den UK Open und dem World Grand Prix im Jahr 2023. Nach Max Hopp (Halbfinale 2018) und Ricardo Pietreczko (2024, 2025) ist er erst der dritte Deutsche unter den letzten Acht bei der Darts-EM.
Zum Match-Center: Martin Schindler vs. Jermaine Wattimena
Beide Spieler kamen nicht gut in die Partie. Besonders Schindler warf Dart nach Dart in das 5er-Segment. Da Wattimena in seinem ersten Anwurf-Leg aber kein Doppel fand, konnte "The Wall" mit einem frühen Break den Anwurfvorteil auf seine Seite bringen.
Der Niederländer blieb aber der spielbestimmende Spieler, da sein Scoring dem von Schindler überlegen war. Allerdings verpasste Wattimena immer wieder seine Chancen, während der Deutsche unter Druck aufzublühen schien und die wichtigen Doppel traf – auch beim Break zum 6:3, als er 121 checkte. Wattimena verpasste nach der zweiten Pause das Rebreak zum 5:7 und kassierte als Strafe nicht nur das 4:8, sondern auch das spielentscheidende Break zum 4:9.
Für Schindler geht es im Viertelfinale gegen Jonny Clayton, der im letzten Achtelfinale den Nordiren Josh Rock mit 10:8 besiegen konnte. Da half es auch nicht, dass "Rocky" mit Checkouts von 101 und 117 Momentum aufbauen konnte. Clayton entschied das Spiel aber seinerseits mit einem Ton-Plus-Finish, als er 121 rausnehmen konnte.
Littler verpasst Rekord
Topfavorit Luke Littler hatte am Samstagabend wenig Mühe. Gegen Kumpel Nathan Aspinall gewann der Weltranglistenerste mit 10:5.
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Zu Beginn des Matches befand sich Littler sogar auf Rekordjagd: Mit einem Average jenseits der 120 Punkte war "The Nuke" auf dem Weg, den Turnierbestwert zu überbieten. Dieses Toplevel konnte der Weltmeister aber nicht halten, am Ende stehen "nur" 114,47 zu Buche – Platz 2 der ewigen Rangliste. Platz 1 gehört weiterhin Phil Taylor, der im Viertelfinale 2009 gegen Gary Anderson auf 118,14 Punkte kam und fünf der zehn besten Turnier-Averages hält.
Aspinall wird sich ärgern, dass er heute ausgerechnet gegen den überstarken Littler gespielt hat. Mit einem Average von 105,57 und 45 % auf den Doppeln hätte "The Asp" am Samstag wohl die meisten anderen Gegner besiegt. So konnte er nach einem 0:4-Rückstand zwar noch einmal zurückkommen, verlor nach dem Rebreak zum 4:5 aber fünf der nächsten sechs Legs.
Für Littler geht es im Viertelfinale gegen Krzysztof Ratajski. Der Pole besiegte im ersten Match des Abends in einem turbulenten Duell Kevin Doets mit 10:8. Dabei führte der Niederländer mit 4:0, ehe er fünf Legs am Stück abgab. Doets wehrte sich noch einmal und ging wieder mit 8:6 in Führung, ehe sein polnischer Gegner einmal mehr auf einen Lauf ging und vier Legs in Folge zum Sieg einfuhr.
Van Veen ausgeschieden – Price souverän
Bereits am Nachmittag ist Titelverteidiger Gian van Veen ausgeschieden. Der WM-Finalist, der durch den Nichtantritt Luke Humphries' nach dem Turnier trotzdem wieder zur Nummer 2 der Welt aufsteigen wird, verlor gegen einen starken Luke Woodhouse mit 6:10.
Zum Match-Center: Gian van Veen vs. Luke Woodhouse
"Woody" zeigte einen wechselhaften Start und paarte Maxima mit Pub-Scores. Dennoch konnte der Engländer die Kontrolle über das Spiel übernehmen. Beide Spieler zeigten sich auf die Doppel sicher: Van Veens Quote von 42,86 % stand den 45,45 % von Woodhouse in nichts nach. Der Unterschied wurde der Average, der den Engländer immer wieder eher auf die Doppel werfen ließ. So bekam Woodhouse 22 Chancen, van Veen nur 14.
Einen erstaunlich deutlichen Sieg feierte Gerwyn Price. Der Waliser gewann gegen Cameron Menzies zwar mit 10:4, jedoch bewegte sich das Duell über weite Strecken auf Augenhöhe. Am Nachmittag besiegte Stephen Bunting außerdem Kim Huybrechts mit 10:3, ehe Ross Smith sich gegen Damon Heta über ein 10:7 freuen durfte.
