Für Woodhouse war es das sechste Neun-Dart-Leg seiner Karriere und das erste bei einem TV-Event. Sein letztes datiert zurück in den Mai 2025, als ihm bei Players Championship 15 Perfektion gelang.
Zum Match-Center: Luke Woodhouse vs. Dirk van Duijvenbode
"Woody" war nicht nur im vierten Leg der spielbestimmende Spieler. Beim 6:3-Sieg gegen van Duijvenbode spielte der Engländer einen Average von 99,11 und damit rund 15 Punkte mehr als sein niederländischer Kontrahent. Der Neun-Darter zum Break blieb aber der einzige Verlust eines Anwurfs in dieser Partie.
Auch van Duijvenbodes Landsmänner Niels Zonneveld und Danny Noppert mussten Niederlagen hinnehmen. Zonneveld, der am vergangenen Wochenende im Maastricht den ersten PDC-Titel seiner Karriere gewonnen hatte, verlor ein enges Match gegen Cameron Menzies mit 3:6. Noppert verlor im zweiten Match des Abends mit 5:6 gegen Stephen Bunting. Besonders bitter: Der Niederländer verpasste einen Match-Dart, bevor Bunting 160 zum Match checkte.
Van Veen hält niederländische Fahne hoch
Als einziger Niederländer schaffte Gian van Veen am Donnerstag den Sprung in die 2. Runde. Der Titelverteidiger hatte zu kämpfen, besiegte Andrew Gilding aber mit 6:4.
Zum Match-Center: Gian van Veen vs. Andrew Gilding
Van Veen breakte zum 2:0, verlor im Anschluss aber den Faden. Gilding sicherte sich Rebreak und Break-Führung – der Weltranglistendritte bekam über drei Legs hinweg keine Chance, auf ein Doppel zu werfen. Das änderte sich im sechsten Leg: Van Veen verpasste noch das Bullseye zum 127er-Checkout, durfte aber noch einmal ans Oche und glich zum 3:3 aus.
Die Entscheidung fiel dann im zehnten Leg. Beim Stand von 5:4 für den "Giant" bewegten sich der Niederländer und Gilding nahezu im Gleichschritt in den Finish-Bereich. "Goldfinger" verpasste 70 Rest, um den Decider zu erzwingen, van Veen checkte die gleiche Zahl zum Break und Sieg.
Price gewinnt Duell der Ex-Weltmeister
Ein spannendes Match war im Duell der Ex-Weltmeister zu erwarten. Gerwyn Price, Titelträger in 2021, traf auf Rob Cross, der die Sid Waddell Trophy bereits 2018 gewinnen konnte. Price setzte sich schließlich mit 6:2 durch – Cross' schlechte Ergebnisse bei Major-Turnieren setzen sich fort. Es ist das dritte große Turnier am Stück, bei dem in Runde 1 Schluss ist.
Zum Match-Center: Gerwyn Price vs. Rob Cross
Price checkte im ersten Leg der Partie 127 Rest zum Break, verpasste im Anschluss aber 72 Rest und kassierte das Rebreak. In der Folge bekam Cross mehrere Chancen, das Match ausgeglichen zu halten. Doch bei wichtigen Checkouts von 141 und 32 Punkten ließ "Voltage" aus und kassierte zwei Breaks zum 1:4. Mit einem 118er-Checkout hielt er die Partie am Leben, mit einem 135er-Finish nahm Price seinem Gegner die letzte Hoffnung.
Nachrücker Huybrechts phänomenal
Kim Huybrechts sollte eigentlich gar nicht an der Darts-EM teilnehmen. Als 33. der Pro Tour Rankings verpasste der Belgier die Qualifikation hauchzart, rutschte am Donnerstagmittag aber nach, als Vorjahresfinalist Luke Humphries seine Teilnahme absagen musste.
Zum Match-Center: Kim Huybrechts vs. Ryan Searle
Gegen Ryan Searle nutzte der 55. der World Rankings seine Chance aber. Mit einem Average von 103,81 zeigte Huybrechts sein "A Game", welches mit sechs 180er auch die Dortmunder Westfalenhallen mitnahm. 67 % (6/9) auf die Doppel ließen an einem Sieg keine Zweifel aufkommen. Searle bekam mit einem Average von guten 98,59 Punkten gerade einmal drei Darts auf ein Doppel und verlor mit 1:6.
Dass Statistiken keine Matches gewinnen, bekam James Wade zu spüren. "The Machine" war mit seinem Average von 96,48 exakt fünf Punkte besser als Gegner Damon Heta, traf 45 % seiner Doppel (Heta 35 %), verlor aber dennoch mit 5:6. Dabei war Wade mit einem Break zum 5:3 dem Sieg nah, verlor trotz mehrerer Match-Darts aber noch.
Im letzten Match des Tages startete auch der an Position 1 gesetzte Ross Smith sein Turnier mit einem Sieg. Der viermalige Finalist und zweimalige Titelträger der aktuellen European-Tour-Saison gewann gegen Karel Sedlacek mit 6:4. Dreimal konnte der Tscheche einen Break-Rückstand ausgleichen, beim vierten Mal konnte sich Smith dann trotz schwerer Doppelprobleme behaupten.
