Damit wartet der 48-malige Major-Sieger van Gerwen weiter auf seinen ersten Ranking-Major-Titel seit über drei Jahren. Schon im Vorjahr schied "Mighty Mike" früh aus; damals in der zweiten Runde gegen Dimitri Van den Bergh.
Zum Match-Center: Michael van Gerwen vs. Damon Heta
Einmal mehr war es die Doppelquote, die dem Niederländer zum Verhängnis wurde. Über das Spiel verteilt traf van Gerwen gerade einmal vier seiner 17 Versuche. Heta stand bei 63,64 % (7/11) und checkte dabei mit 124, 118 und 101 drei Ton-Plus-Finishes – jedes Mal stand sein Gegner dabei auf einem Ein-Dart-Finish.
Viel funktionierte bei Heta ansonsten aber auch nicht. Der Australier spielte einen mageren Average von 86,46 und hätte gegen die meisten anderen Spieler am Donnerstag große Probleme bekommen.
Abend der 100-plus-Averages
Der Abend begann mit einem klaren 3:0 für Chris Dobey gegen Jermaine Wattimena. "Hollywood" profitierte dabei zum einen von seiner hervorragenden Doppelquote von 54,55 %, zum anderen aber auch vom ungewöhnlich schwachen Scoring seines Gegners. Der Niederländer, der für seine Scoring Porwer bekannt ist, blieb im Average unter 90 (89,73).
Anschließend bewiesen die Altstars, dass sie es immer noch können. Gary Anderson wurde von Niels Zonneveld bis in den fünften Satz gezwungen, gewann am Ende aber mit 3:2. Dabei spielte der Weltmeister von 2015 und 2016 einen Average von 101,21. Noch etwas besser war danach James Wade aufgelegt. "The Machine" spielte sogar 102,56, um einen Madars Razma mit 3:2 zu besiegen, der am Ende zu viele Doppel ausließ (Quote: 28,57 %).
Am Mittwoch qualifizierte sich der WDF-Weltmeister von 2024, Shane McGuirk, überraschend für die Hauptrunde, schaffte es in seinem ersten Major aber nicht über die 1. Runde hinaus. Gegen Routiner Nathan Aspinall verlor der Ire mit 1:3 und konnte dabei im Scoring nicht mit dem 105,80-Average seines Gegners mithalten.
Auch Wessel Nijman spielte sich am Mittwoch aus der Vorrunde ins Hauptfeld und besiegte dort die Deutschen Niko Springer und Gabriel Clemens. Gegen Jonny Clayton konnte der Niederländer nicht an sein Spiel des Vortags anknüpfen und verlor mit 1:3. Dabei spielte der ehemalige Masters-Sieger Clayton einen Average von 102,83.
Gerwyn Price gab sich gegen James Hurrell keine Blöße und gewann klar mit 3:0. Dabei spielte der Weltmeister von 2021 einen starken Average von 108,51. Bitter für Hurrell: Der Engländer spielte seinerseits 101,10, nutzte seine Chancen aber nicht und gab trotz Anwurfvorteil alle Sätze ab.
Zum Abschluss des Tages setzte sich WM-Finalist Gian van Veen mit 3:1 gegen Ryan Joyce durch. Der "Giant" kam schleppend in die Partie, wurde im Verlauf des Spiels aber immer besser und schraubte seinen Average auf am Ende solide 96,75 Punkte.
