Schmidt zeigte sich ab Spiel 1 als einer der besten Spieler des Turniers. Mit 99,97 Punkten im Average spielte der Herforder einen 6:2-Sieg über Owen Roelofs zusammen. Es folgten ein 6:5 gegen Daniel Kortbek, ein 6:2 gegen Sebastian Bialecki, ein 6:5 gegen Henry Coates und im Halbfinale dann ein 6:3 über Charlie Manby.
Für den 22-Jährigen ist es der nächste Höhepunkt eines starken Jahres. Im Juli sorgte er bereits für Aufsehen als er Cameron Menzies und Mike De Decker bei der European Darts Open besiegen konnte. Erst im Achtelfinale war dann gegen James Wade Schluss. Auf der PDC Europe Next Gen gewann er im selben Monat Event 8.
Im Finale wartet nun ein Duell mit Cam Crabtree, der im Halbfinale überraschend Luke Littler 6:5 schlagen konnte.
Die weiteren teilnehmenden Deutschen hatten mit den späten Runden nichts zu tun. Jarod Becker schaffte es mit einem Erstrunden-Sieg im deutschen Duell mit Liam Maendl-Lawrance zumindest unter die letzten 32. Mika Donnevert, Lenny Schlüter, Merlin Nicolaus und Dominik Grüllich verloren in der 1. Runde.
Finn Behrens, der in seinem ersten Leg des Tages einen Neun-Darter warf, Luca Wolff, Kilian Hohnstedt, Kimi Seemann, Florian Preis und Leon Weber schieden in der Gruppenphase aus.
Startschuss einer großen Karriere?
Vor Schmidt schafften es erst zwei prägende Figuren des deutschen Darts-Sports ins Endspiel. 2015 gewann Max Hopp gegen Nathan Aspinall den Titel, drei Jahre später unterlag Martin Schindler Dimitri Van den Bergh mit 3:6.
Die Junioren-WM wurde seit ihrer Erstaustragung 2011 von einigen großen Spielern gewonnen. So wurden Michael Smith (Junioren-Weltmeister von 2013), Luke Humphries (2019) und Littler (2023) später Weltmeister. Gian van Veen (2024, 2025), der die letzten beiden Austragungen gewann und in diesem Jahr nicht teilnimmt, stand Anfang des Jahres im WM-Finale.
