Littler, der wie Price in der Vorwoche ohne Punkt ausgeschieden war, feierte seinen zweiten Tagessieg nach Nacht 5. Da Tabellenführer Jonny Clayton ohne Punkte blieb, verkürzte "The Nuke" den Rückstand zu Platz 1 auf 3 Zähler.
Zum Match-Center: Luke Littler vs. Gerwyn Price
Das Endspiel bewegte sich auf überraschend niedrigem Niveau. So spielte Price beim 6:1 im Halbfinale gegen Luke Humphries noch einen Average von 109,04, Littler beim 6:5 gegen Michael van Gerwen – bei dem beide Spieler einen "Big Fish" checkten – 102,45. Besonders der Weltmeister hatte lange Probleme und lag schnell mit 0:5 in Rückstand.
Es folgte jedoch das Comeback, das kaum für möglich schien. Auch dank vergebener Match-Darts von Price kam Littler zurück in die Partie, sicherte sich zwei Rebreaks und stellte auf 5:5. Bei Anwurf des Walisers zeigte sich "The Nuke" dann gewohnt stark im Scoring, warf zwei 180er und gewann auch das sechste Leg am Stück zum Comeback-Sieg.
Trotz seines Ausscheidens in der 1. Runde verweilt Clayton (19 Punkte) weiterhin an der Spitze der Tabelle. Littler (16) sitzt dem Waliser nun aber wieder im Nacken. Den Sprung auf Platz 2 verpasste der weiter Drittplatzierte Price (12). Erstmals seit Nacht 1 zurück auf Platz 4 ist Humphries (11). Aktuell außerhalb der Play-offs finden sich die Niederländer van Gerwen (10) und Gian van Veen (9) wieder. Stephen Bunting (7) ist Siebter, Josh Rock weiter punktloser Letzter.
Rock erneut enttäuschend
Zum Auftakt in den Abend besiegt Weltmeister Littler den Tabellensiebten Bunting mit 6:3. Die Engländer lieferten sich eine Partie auf höchstem Niveau und spielten Averages von 104 und 105. Schließlich machte die Doppelquote den Unterschied: Littler war mit seinen 60 % häufig in den richtigen Momenten zur Stelle, Bunting ließ mit ebenfalls guten 42,86 % zu häufig aus.
Da das ursprüngliche zweite Match des Abends zwischen van Veen und van Gerwen ausgefallen war – Der "Giant" verpasste den Abend aufgrund eines Krankenhaus-Aufenthalts – kamen im Anschluss bereits Rock und Price auf die Bühne. Schnell ging das Duo dann auch wieder hinunter: "Rocky" verlor klar mit 0:6 und wartet weiter auf sein erstes gewonnenes Match. Mit einem Average von schwachen 84,21 war er gegen die 103,66 des "Iceman" chancenlos.
Im siebten Anlauf sein erstes Viertelfinalaus, musste Clayton hinnehmen. Der walisische Tabellenführer unterlag dem Weltranglistenzweiten Humphries mit 3:6. Dabei spielte "The Ferret" mit 95,14 im Average kein schlechtes Spiel, doch 103,44 von "Cool Hand Luke" waren auf der Gegenseite zu gut.
