Premier League: Clayton feiert Comeback-Sieg im Finale von Nacht 10 – Neuer Tabellenführer

Jonny Clayton überkam im Finale einem 2:5-Rückstand.
Jonny Clayton überkam im Finale einem 2:5-Rückstand.Taylor Lanning/PDC

Als erster Spieler in dieser Saison hat Jonny Clayton seinen dritten Tagessieg eingefahren. Im Finale von Brighton besiegte der Waliser Michael van Gerwen mit 6:5 und übernahm damit wieder die Tabellenführung der Premier League.

Für Clayton ist es im vierten Finale der dritte Tagessieg. Nach den Nächten 3 und 6 triumphierte er nun auch an Nacht 10. Van Gerwen verlor hingegen im vierten Anlauf das dritte Finale. Nachdem der Niederländer Nacht 1 gewann und in Nacht 2 das Endspiel verlor, konnte "Mighty Mike" seinen Rhythmus nicht aufrechterhalten. Er rutschte zwischenzeitlich auf Platz 6 der Tabelle ab, meldete sich aber mit einem Finale in Nacht 8 zurück. 

Zum Match-Center: Jonny Clayton vs. Michael van Gerwen

Das Match begann ausgeglichen, ehe Clayton – im Halbfinale mit einem 6:4 gegen Josh Rock – 81 Rest verpasste und van Gerwen so zum 2:1 breakte. Der Niederländer behielt die Kontrolle über das Finale und schraubt seinen Average immer höher. Es folgte das Break zum 5:2 und in der Folge die ersten Matchdarts.

Van Gerwen – mit einem 6:5-Zittersieg über Stephen Bunting ins Finale vorgestoßen – verpasste es jedoch 44 Rest zu checken und ließ auch in der Folge immer wieder gute Chancen aus. Clayton sicherte sich zwei Rebreaks zum 5:5 und ließ seinem Gegner im Decider dank zwei 180er keine Chance.

In der Tabelle übernimmt Clayton (24 Punkte) wieder die Tabellenführung. Luke Littler (21) und Gerwyn Price (19) rutschen nach ihren Niederlagen in Runde 1 je einen Platz ab. Van Gerwen (16) ist weiter Vierter, konnte die Lücke aufs Top-Trio aber verkürzen. Landsmann Gian van Veen (12) bleibt ohne neue Punkte Fünfter, Bunting hat wie Luke Humphries 11 Punkte, ist durch seinen Tagessieg in Nacht 4 aber Sechster. Rock (6) ist weiter Letzter.

Kein Wiedersehen zwischen Littler und van Veen

Zum Auftakt in den Abend trafen die beiden formschwächsten Spieler aufeinander. Clayton gewann zuletzt in Nacht 6 ein Match, Humphries in Nacht 7. Dennoch zeigten beide ein gutes Niveau. Zwar blieben die Averages unter 100, doch die Doppelquoten überzeugten. Am Ende überkam Clayton den Anwurfnachteil und gewann knapp mit 6:5.

Mit Price und Rock trafen im Anschluss zwei Spieler aufeinander, die als einzigen in beiden Vorwochen ins Halbfinale kamen. Durch den 6:3-Sieg ist "Rocky" nun der Spieler mit der längsten aktiven Serie an Auftaktsiegen (3). Damit kommt der Nordire nach sieben Wochen ohne Sieg immer mehr in Fahrt. Der Average von 96,49 mit 66,67 % auf die Doppel sind eine weitere gute Leistung.

Ein lautstarkes Wiedersehen mit dem Premier-League-Publikum gab es für Littler. Der Weltmeister wurde nach seiner Auseinandersetzung mit van Veen in der Vorwoche mit einem Pfeifkonzert auf der Bühne begrüßt. Zwar gestikulierte er erneut, dass ihm das nichts ausmache, doch das Spiel des Engländers war unterirdisch. Ein Average von 83,94 sind weiter unter Littlers eigenen Ansprüchen. Folgerichtig war das 4:6 gegen Bunting.

So war bereits vor dem abschließenden Viertelfinale klar, dass es kein schnelles Wiedersehen mit van Veen geben würde. Doch auch der "Giant" verlor sein Auftaktmatch. Gegen Rekordsieger van Gerwen gab es ein 4:6. In einem Spiel, in dem beide Spieler keine guten Doppelquoten hatten, ging es mit entsprechend vielen Breaks hin und her.