Zum Beginn des Final-Sonntags, gewann Josh Rock mit 10:7 gegen Krzystof Ratajski, trotz keines geworfenen 180er im kompletten Match, konnte der Nordire einen Average von 99,06 spielen und dabei vor allem mit einer herausragenden Checkout-Quote von 62,5 Prozent glänzen. Im Anschluss sicherte sich James Wade sein Ticket für die Semis, "The Machine" kam in einem eher mittelmäßigen Auftritt gegen Rob Cross am Ende mit Hängen und Würgen durch, der Average von 91,03 und die Doppelquote von 28,57 Prozent sprachen jedoch Bände über das Niveau der Partie.
Wade in Prime-Verfassung
Deutlicher machte es dann Luke Littler. "The Nuke" gewann mit 104,47 zu 98,66 im Average mit 10:6 gegen Danny Noppert und machte bereits dort den Eindruck, als wolle er hier heute richtig ernst machen. Den selben Plan hatte auch Gerwyn Price, der sich im Duell mit Landsmann Jonny Clayton knapp durchsetzen konnte. Ein 10:8, untermauert von 10 180ern, reichte schlussendlich um den letzten Platz in den Halbfinals einzunehmen.
Hier scheiterte der "Iceman" aber an James Wade, der sich nach dem müden Auftritt im Viertelfinale extrem gesteigert hatte. Mit einem 105,53er Average und 11 180ern spielte Wade seinen Gegner an die Wand und wollte dieses Niveau auch ins Endspiel übertragen.
Match-Center: James Wade vs. Gerwyn Price
Dort sollte er auf Luke Littler treffen, der kurze Zeit gefährlich nahe am Ausscheiden stand. Doch nach einem 7:9 Rückstand holte der Youngster vier Legs in Folge, verpasste dabei sogar knapp den Neundarter und löste damit das zweite Ticket fürs Match um den UK-Open-Titel.
James Wade vs. Luke Littler 7:11
Im Finale sah es dann erst so aus, als würde es wieder eine Littler-Show werden. Die Nummer 1 der Welt holte die ersten drei Legs und machte Anstalten, schnell davonzuziehen, doch James Wade blieb bissig, kämpfte sich immer weiter heran, sodass es nach 12 Legs 6:6 stand. Dabei half ihm vor allem seine Spezialität, die Präzision bei den Checkouts. Mit 50 Prozent zu diesem Zeitpunkt, war er weitaus effizienter als Littler (28 Prozent) und konnte damit den Unterschied im Average (89 zu 101) korrigieren.
Die Wiederholung des Endspiels vom vergangen Jahr erwies sich als weitaus engere Partie, 2025 gab es hier noch ein 11:2 für Littler - heute musste "The Nuke" einen ordentlichen Fight abliefern. Und das gelang Littler in Perfektion, nachdem Wade noch bis zum 7:7 mitzog ging wie bereits gegen Rock die Show für den 19-Jährigen los. Erneut waren es vier Legs in Folge und dieses Mal bedeuteten diese den Finalsieg bei den UK-Open. Der Champion verteidigt seinen Titel.
