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Trotz Traumstart Price: Humphries gewinnt nach Aufholjagd in hochklassigem Finale

Humphries jubelt nach beeindruckender Aufholjagd
Humphries jubelt nach beeindruckender AufholjagdPDC/Kieran Cleeves

Es hat ein bisschen gedauert bis Luke Humphries in das Finale des World Grand Prix gefunden hat, doch nach 0:3-Rückstand schnappt sich der Zweite der Order of Merrit den Titel am Sonntagabend.

Gerwyn Price kam hochmotiviert in dieses Finale. Der Waliser wollte die zweite Finalniederlage innerhalb von knapp zwei Wochen verhindern. Der 41-Jährige gewann das erste Set glatt mit 3:0. Dann konnte sich Humphries aber mehr und mehr in die Partie hineinkämpfen. Viel geholfen hat es dem Engländer nicht, denn "The Iceman" holt auch Satz zwei und drei mit 3:1 und 3:2.

Beeindruckendes Comeback zum Titelgewinn

Spätestens nach dem 0:3-Rückstand wusste "Cool Hand Luke" aber welche Stunde geschlagen hat. Der 31-Jährige sicherte sich ein sehr umkämpftes viertes Set und riss das Momentum auf seine Seite und verkürzte wenig später auf 2:3. Dann folgte eine der entscheidenen Szenen in diesem Endspiel. 

Price konnte das Anwurf-Leg des Engländers im sechsten Satz für sich entscheiden und stand bei einer 2:1-Führung kurz davor mit 4:2-Sätzen davon zu ziehen. Doch Humphries kämpfte sich zurück, krallte sich die nächsten beiden Legs und glich die Partie aus. 

Nach der frühen 3:0-Führung konnte Price lediglich ein weiteres Set für sich entscheiden und geht am Ende wie bereits im World Series Finale gegen Ross Smith als Verlierer von der Bühne. 

Erlösung nach "schrecklichen 15 bis 18 Monate"

Statistisch lagen die beiden dicht beieinander. Im Scoring-Average lag sogar Price (95,37) leicht vor Humphries (93,16). Der Engländer (21/42; 50%) traf dafür aber die entscheidenen Checkouts und hatte da die Nase vor seinem Kontrahenten (20/45; 44%).  

"Das habe ich gebraucht, um etwas Selbstvertrauen zu bekommen, denn es waren schreckliche 15 bis 18 Monate, in denen ich so viele große Finals verloren habe", sagte Humphries bei Sky: "Ich muss ehrlich sein – ich hatte das Gefühl, dass ich heute Abend nicht viel zu geben hatte, und es gab einen Moment im Spiel, in dem ich dachte: 'Ich will nicht 0:6 verlieren.'"

"Cool Hand Luke" versüßten zudem 150.000 Pfund (rund 176.000 Euro) als Preisgeld den Triumph. Der Waliser Price verpasste seinen zweiten Erfolg nach 2020. Humphries hatte bereits vor dem Showdown Geschichte geschrieben: Er ist der erste Spieler, der es beim Major-Turnier viermal nacheinander ins Finale geschafft hat.

Zum Match-Center: Gerwyn Price vs. Luke Humphries

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