Sind die Mentalitätsmonster vom SC Magdeburg diesmal zu stoppen? Schlägt das neuformierte Handball-Imperium THW Kiel zurück? Oder gelingt diesmal einem Überraschungsteam der ganz große Coup?
Der Titelkampf in der Bundesliga startet im Jahr der Heim-WM mit jeder Menge Thriller-Potenzial. Alle jagen Meister Magdeburg.
"Der Wettbewerb wird wirklich Wahnsinn", prognostizierte Trainer Nicolej Krickau von Vizemeister Füchse Berlin in der Handballwoche vor der am Donnerstag startenden Bundesliga-Saison.

Magdeburg sei "natürlich der Favorit", doch er zählt wie praktisch alle Experten auch den THW Kiel und die SG Flensburg-Handewitt, die MT Melsungen und den VfL Gummersbach zum Kreis der Anwärter auf die vorderen Plätze.
Titel geht "nur über Magdeburg"
In wie starker Frühform der SCM schon wieder ist, bewies er mit dem deutlichen Supercup-Erfolg am vergangenen Wochenende über die Füchse (38:31). Der Titel, meint auch Handball-Ikone Stefan Kretzschmar, "geht in diesem Jahr nur über Magdeburg".

Dahinter lauert ein breites Feld. Berlin muss die Abgänge von Lasse Andersson und Torhüter Dejan Milosavljev verkraften, hat mit dem dreimaligen Welthandballer Mathias Gidsel aber weiterhin den herausragenden Einzelspieler der Liga in seinen Reihen.
Kräftig aufgerüstet haben vor allem Kiel und Flensburg. Nationalspieler Julian Köster (kam aus Gummersbach) und Domen Makuc (FC Barcelona) verstärken den THW, die SG holte Frankreichs Nationalspieler Aymeric Minne.

"Jetzt wird nicht mehr getestet, jetzt geht es mit Vollgas los", sagt DHB-Star Köster, der in Kiel direkt zum Kapitän ernannt wurde. Der THW eröffnet am Donnerstag (19 Uhr/Dyn) mit einem Heimspiel gegen den TBV Lemgo die 61. Bundesliga-Spielzeit und startet nach einem Katastrophen-Jahr und Platz sechs mit einer Menge Wut im Bauch.
