Hoffenheim vs. Dortmund 2:3 (1:0)
Das Spiel gedreht, Moral bewiesen – Borussia Dortmund ist bereit für den Auftakt der Champions League. "Das war schön. Das war cool", sagte BVB-Torhüter Gregor Kobel im Sky-Interview, er entlarvte diese Aussage aber sogleich als Scherz: "Wir haben uns extrem schwergetan, dass wir hier gewinnen, ist glücklich."
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Der zwischenzeitlich bedenklich wackelnde Vizemeister gewann am 2. Spieltag der Fußball-Bundesliga nach einem Zwei-Tore-Rückstand 3:2 (0:1) bei der TSG Hoffenheim und hat die maximalen sechs Punkte auf dem Konto. Am Dienstag trifft der BVB beim Start in die Königsklasse auf die Spanier vom FC Villarreal.

Serhou Guirassy (61.) und Fabio Silva (66.) trafen für die Dortmunder, die am Dienstag keine Probleme in der ersten Runde des DFB-Pokals beim Oberligisten HEBC aus Hamburg (5:0) hatten.
Entscheidend war ein spätes Eigentor von Albian Hajdari (87.). Die Kraichgauer starteten zum ersten Mal seit 2015 wieder mit zwei Niederlagen in die Spielzeit. Daran änderten auch die Tore von Leon Avdullahu (45.) und Tim Lemperle (54.) nichts.
Bremen vs. Leipzig 3:1 (1:0)
Zweites Spiel, erster Sieg: Werder Bremen hat auch dank Rückkehrer Niclas Füllkrug eine starke Antwort auf den ernüchternden Fehlstart in die Bundesliga gegeben und überraschend RB Leipzig geschlagen.

Füllkrug ließ die Werder-Fans am Samstag zu Hause im Weserstadion beim 3:1 (1:0) in der 68. Minute jubeln, zudem waren Eren Dinkci (4.) und Marco Grüll (80.) für Bremen. Für die Sachsen kam das Ehrentor von Ridle Baku (90.+5) vor dem Start in die Champions League nächste Woche viel zu spät.
Leverkusen vs. Union 4:0 (2:0)
Argentinische Party im Rheinland: Bayer Leverkusens Blitzstarter haben sich nach dem blamablen Fehlstart in Elversberg den Frust von der Seele geschossen.
Die spielstarke Werkself von Trainer Carles Martinez besiegte Union Berlin am Samstag auch dank Treffern seiner Argentinier Ezequiel Fernández und Facundo Medina mit 4:0 und sicherte sich die ersten Punkte der neuen Bundesliga-Saison.

Die Rheinländer bogen dabei schon nach 43 Sekunden auf die Siegerstraße ein, als Fernández mit seinem ersten Tor für Bayer zur frühen Führung traf. Der argentinische Vize-Weltmeister Medina (28.) erhöhte ebenfalls mit seinem Debüt-Treffer für den Europa-League-Teilnehmer, Patrik Schick (48.) und Ibrahim Maza (66.) besorgten den Endstand. Der gefeierte Rückkehrer Moussa Diaby kam in der 67. Minute ins Spiel.
Die Berliner hingegen warten weiter auf ihren ersten Ligasieg - in der Vorwoche hatten sich die Eisernen dank großer Moral ein 3:3 gegen Eintracht Frankfurt erkämpft. Am Samstag war ein Auswärtserfolg für die harmlosen Köpenicker nie in Reichweite.
Mönchengladbach vs. Elversberg 3:4 (2:1)
Comeback nach Einwurf-Diskussionen: Aufsteiger SV Elversberg hat in einer teils wilden Partie seinen Traumstart in der Fußball-Bundesliga fortgesetzt. Eine Woche nach der geglückten Premiere im Oberhaus gegen Bayer Leverkusen legte der Dorfklub nach und feierte bei Borussia Mönchengladbach mit einem 4:3 seinen ersten Auswärtserfolg.
Nach dem zweiten Sieg im zweiten Spiel schwimmt der mit 13.000 Einwohnern kleinste Erstliga-Standort der Historie weiter auf der Erfolgswelle, muss mit der Gelb-Roten Karte für Trainer Vincent Wagner aber einen Wermutstropfen verdauen.

David Mokwa (29.), Maurice Krattenmacher (66., 90.+2) und Felix Keidel (80.) mit einem sehenswerten Freistoß drehten die Partie für die Elversberger, die nach einem viel diskutierten Einwurf in Rückstand geraten waren.
Für Aufregung auf Elversberger Seite sorgte dabei der zweite Treffer des Gladbacher Doppelpackers Hugo Bolin (11./44.). Der Offensivspieler schlug nach einem schnell ausgeführten Einwurf von Tim Kleindienst erneut zu - die SVE schien überrumpelt, beschwerte sich aber im Anschluss wohl zurecht, dass Kleindienst zuletzt am Ball gewesen sei.
Paderborn vs. Freiburg 0:1 (0:1)
Der SC Freiburg hat seinen makellosen Start in die Saison mit einigem Glück fortgesetzt. Die Mannschaft von Trainer Julian Schuster konnte bei ihrer ersten Auswärtsfahrt der Bundesliga-Spielzeit den 1:0-Sieg beim Aufsteiger SC Paderborn trotz einer schwachen zweiten Halbzeit mit viel Mühe über die Zeit bringen und somit den bereits fünften Pflichtspielsieg in der noch jungen Spielzeit feiern.

Maximilian Eggestein (26.) schoss seine Mannschaft zum zweiten Liga-Dreier, obwohl Paderborn gerade nach dem Seitenwechsel Dauerdruck ausübte. Zumindest bis zum späten Spiel am Samstagabend darf der SC Freiburg von der Tabellenspitze grüßen.
Die Rückkehrer um Trainer Ralf Kettemann müssen dagegen weiter auf den ersten Dreier seit ihrer letzten Erstliga-Spielzeit 2019/20 warten, nach dem torlosen Unentschieden zum Auftakt gegen den FSV Mainz durfte auch das erste Bundesligator seit dem 27. Juni 2020 noch nicht gefeiert werden.
"Wir wussten, dass es sehr schwer wird", sagte Siegtorschütze Eggestein am Sky-Mikrofon: "Wir haben einige Dinge nicht ganz so gut ausgespielt. Du hast manchmal vielleicht ein, zwei Prozent weniger, wenn du führst – dann kommst du nicht mehr so rein."
