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Ein Name, zwei Sportarten: Baur vor "Millionenspiel" mit Celtic

Baur (l.) im Hinspiel gegen den LASK
Baur (l.) im Hinspiel gegen den LASKStuart Wallace / Shutterstock Editorial / Profimedia

Mika Baur hätte als Sohn von Weltmeister Markus Baur auch Handball spielen können. Stattdessen kämpft er am Dienstag mit Celtic Glasgow um die Champions League.

Mika Baur erinnert sich noch gut an den Zwiespalt, der seine Jugend prägte. "An manchen Tagen hatte ich erst Fußball- und dann Handballtraining", erzählt der Sohn von Handball-Weltmeister Markus Baur.

Auch im Tennis habe er durchaus Talent gehabt. Irgendwann aber musste er sich entscheiden. Er wählte den Fußball – und hat es nie bereut.

Kein Wunder: Am Dienstag kann der 22-Jährige mit Celtic Glasgow in die Champions League einziehen. Das Hinspiel gegen den österreichischen Meister LASK wurde mit 3:0 gewonnen. Am Dienstag (21 Uhr) folgt das entscheidende Rückspiel in Linz.

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Erst vor eineinhalb Wochen wechselte Baur vom SC Paderborn zum schottischen Rekordmeister. Bei seiner ersten Pressekonferenz wurde der Mittelfeldspieler alles Mögliche gefragt. Nur nicht nach seinem Vater. Wohl auch, weil Handball in Schottland nur eine Nebenrolle spielt.

Vor wenigen Wochen feierte Baur noch den Bundesliga-Aufstieg mit Paderborn
Vor wenigen Wochen feierte Baur noch den Bundesliga-Aufstieg mit PaderbornCHRISTOF KOEPSEL / GETTY IMAGES EUROPE / GETTY IMAGES VIA AFP

Sportbegeisterte Familie

In Deutschland dagegen wird Mika immer wieder auf Markus angesprochen. Früher habe ihn das "genervt", erzählte er unlängst dem Magazin 11Freunde: "Mir geht es darum, mein eigenes Ding in meiner eigenen Sportart zu machen."

Markus Baur – Weltmeister von 2007 und 228-maliger Nationalspieler – hat diesen Weg immer unterstützt. "Wir wollten, dass unsere Kinder danach entscheiden, was ihnen am meisten Spaß macht." Und so kam es dann auch: Der zweite Sohn Kimi (18) spielt in der U19 des SC Freiburg ebenfalls erfolgreich Fußball. Chiara – die älteste Tochter – entschied sich für Handball.

Mika Baur hat spätestens mit seinem Wechsel zu Celtic die große Bühne erreicht. Um die allergrößte geht es am Dienstag im "Millionenspiel".

Schwärmt von Kulisse im Celtic Park

Baur stand im Hinspiel gegen den LASK in der Startelf – und schwärmte anschließend von der Kulisse im Celtic Park. "Die Fans waren so laut, unglaublich. Jeder hatte mir vorher davon erzählt – aber es war noch besser, es im echten Leben zu erleben", sagte er mit leuchtenden Augen.

Mit seiner Freundin und dem Hund ist Baur nach Glasgow gezogen. "Das war der absolut richtige Schritt. Celtic ist ein unglaublicher Klub. Ich möchte etwas gewinnen, und dies ist der richtige Ort", sagte er nach seinem Debüt. Wohl wahr: In der Liga liegt der Meister und Pokalsieger schon wieder auf Platz eins.