NHL: Sturms Siegesserie gerissen – Caufield mit Last-Minute-Siegtreffer für Montreal

Cole Caufield bejubelt seinen Siegtreffer für die Canadiens.
Cole Caufield bejubelt seinen Siegtreffer für die Canadiens.Minas Panagiotakis/Getty Images via AFP

Die Siegesserie des früheren Eishockey-Bundestrainers Marco Sturm mit den Boston Bruins in der NHL ist gerissen. Das Team des 47-Jährigen verlor in der Nacht zum Mittwoch nach zuvor sechs Erfolgen nacheinander bei den Dallas Stars mit 2:6. Im Rennen um die Play-off-Plätze haben die Bruins jedoch weiterhin alle Chancen.

Dallas Stars 6:2 Boston Bruins

"Wir müssen daraus lernen", sagte Sturm – und lobte Dallas: "Meiner Meinung nach sind diese Jungs ein Play-off-Team. Selbst ohne einige ihrer Spieler sind sie bereit, diesen Spielstil zu spielen, sich durchzubeißen und daran festzuhalten. Und wir haben das nicht getan."

Jason Robertson (2 Tore) und Justin Hryckowian (1 Tor, 2 Assists) führten die Offensive der Stars an, die zuvor drei Spiele in Folge verloren und dabei jeweils nur ein Tor erzielt hatten. "Es fühlte sich einfach alles besser an", kommentierte Verteidiger Esa Lindell.

Boston, das in den sechs Siegen zuvor die Gegner dominiert hatte, fand nie ins Spiel und musste Stammtorhüter Jeremy Swayman nach dem 0:6 auswechseln. "Gegen eine solche Mannschaft wird das schwierig", sagte Bruins-Coach Marco Sturm.

Columbus Blue Jackets 1:4 Ottawa Senators

Nationalspieler Tim Stützle ist derweil mit den Ottawa Senators in die Erfolgsspur zurückgekehrt. Beim 4:1-Sieg bei den Columbus Blue Jackets erzielte der 24-Jährige sein 22. Tor und gab seine 29. Vorlage der Saison. Es war der erste Erfolg der Kanadier nach zuvor zwei Overtime-Niederlagen in Folge.

Die Blue Jackets kassierten die erste Niederlage seit dem Amtsantritt des neuen Trainers Rick Bowness. Für Columbus, das zuvor vier Spiele in Folge gewonnen hatte, traf nur Sean Monahan. Torhüter Elvis Merzlikins musste das Spiel nach zwei frühen Gegentreffern und einer Erkrankung verlassen.

"Unser langsamer Start hat uns wirklich geschadet", analysierte Coach Bowness den schwachen Beginn seiner Mannschaft.

Montreal Canadiens 4:3 Minnesota Wild

Nico Sturm kassierte indessen mit Minnesota Wild ein 3:4 bei den Montréal Canadiens, nachdem seine Mannschaft die beiden vorausgegangenen Spiele gewonnen hatte. Die Canadiens bejubelten Cole Caufields spielentscheidendes Tor nur 15 Sekunden vor Schluss.

Lane Hutson (1 Tor, 1 Assist) und Phillip Danault trafen ebenfalls für die Kanadier, die damit zwei Siege in Folge einfuhren. Bei den Wild, die am Vorabend in Toronto gewonnen hatten, ragte Vladimir Tarasenko mit zwei Powerplay-Toren heraus.

"Caufield ist der gefährlichste Spieler auf dem Eis, und ich hätte dort härter rangehen müssen", gab Wild-Verteidiger Brock Faber selbstkritisch zu. Für Canadiens-Stürmer Kirby Dach war es das erste Spiel nach einer Fußverletzung seit Mitte November.

Tampa Bay Lightning 4:1 San Jose Sharks

Die Tampa Bay Lightning setzten ihre außergewöhnliche Punkteerie souverän fort und besiegten die San Jose Sharks mit 4:1. Damit sind die Lightning nun in 14 aufeinanderfolgenden Spielen ungeschlagen (13-0-1). Brandon Hagel war mit zwei Toren und einer Vorlage der Schlüsselspieler des Abends. Nikita Kucherov steuerte drei Assists bei.

"Das sind immer riskante Spiele, besonders wenn man von einer Auswärtsserie zurückkommt. Die Jungs haben heute Abend keine Pause gemacht", lobte Coach Jon Cooper seine Mannschaft. Für die Sharks, die am Montag noch in Florida gewonnen hatten, traf Tyler Toffoli.

Nashville Predators 3:5 Buffalo Sabres

Traumdebüt: Der 19-jährige Finne Konsta Helenius erzielte bei seinem zweiten NHL-Spiel sein erstes Tor und zwei Vorlagen und führte die Buffalo Sabres zu einem 5:3-Sieg bei den Nashville Predators. Auch sein Linienpartner Noah Ostlund traf doppelt. "Es ist ein Traum“, sagte der überglückliche Helenius.

Nashville, das zwei Niederlagen in Folge kassierte, lag nach einem schwachen Start bereits mit 0:4 zurück und kam trotz einer Aufholjagd mit Toren von Ryan O'Reilly (2) und Filip Forsberg nicht mehr heran. "Wir haben uns nicht bewegt, wir haben nicht gearbeitet", kritisierte Forsberg den schwachen Beginn.

Winnipeg Jets 3:1 St. Louis Blues

Die Winnipeg Jets setzten sich im Duell der Central-Division-Rivalen mit 3:1 gegen die St. Louis Blues durch. Entscheidend waren zwei frühe Powerplay-Tore von Josh Morrissey und Mark Scheifele (2 Tore) innerhalb von 93 Sekunden im ersten Drittel. "Die Special Teams haben den Unterschied ausgemacht", konstatierte Jets-Trainer Scott Arniel.

Für die Blues, die fünf ihrer letzten sieben Spiele verloren, traf Jordan Kyrou und beendete damit eine 13-spielige Torflaute. Torwart Eric Comrie parierte 22 Schüsse für Winnipeg und erhielt viel Lob von seinen Teamkollegen.

Edmonton Oilers 1:2 New Jersey Devils

Die New Jersey Devils haben die aufkeimende Serie der Edmonton Oilers um den aus persönlichen Gründen fehlenden deutschen Superstar Leon Draisaitl gestoppt und gewannen mit 2:1. Arseny Gritsyuk und Cody Glass (je 1 Tor, 1 Assist) sorgten mit ihren Treffern im Mittelabschnitt für den Sieg.

Die Oilers, die erstmals in dieser Saison drei Siege in Folge anstrebten, kamen durch Matt Savoie zum 1:1-Ausgleich, konnten den Schwung aber nicht nutzen. Torhüter Jake Allen hielt mit 19 Paraden den knappen Vorsprung der Devils, die vier ihrer letzten fünf Spiele gewannen.

Los Angeles Kings 4:3 New York Rangers

Die Los Angeles Kings haben ihre Niederlagenserie von vier Spielen mit einem 4:3-Erfolg gegen die New York Rangers beendet. In einem abwechslungsreichen Spiel setzten sich die Kings dank Toren von Adrian Kempe, Kevin Fiala (1 Tor, 1 Assist), Taylor Ward und Andrei Kuzmenko durch.

Torhüter Anton Forsberg wurde nach einer Verletzung von Stammkeeper Darcy Kuemper ins kalte Wasser geworfen und hielt 28 von 31 Schüssen. Für die Rangers traf J.T. Miller doppelt, doch die Mannschaft aus New York kassierte bereits die zehnte Niederlage in den letzten zwölf Spielen.