Ottawa Senators 2-0 Anaheim Ducks
Letztmals war Stützle am 22. Januar ohne Scorerpunkt geblieben, seither gelangen ihm acht Tore und elf Vorlagen. Seine beeindruckende Punkteserie riss jäh, als sein vermeintlicher Treffer im dritten Drittel wegen Torhüterbehinderung aberkannt wurde. Er ist mit 70 Punkten bester Scorer der Senators.
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Gegen die Ducks brachte Michael Amadio (24.) Ottawa zu Beginn des zweiten Drittels in Führung. Thomas Chabot (30.) legte nach. Die Senators, die in der kommenden Saison in zwei Spielen in Düsseldorf (18. und 20. Dezember) auf die Chicago Blackhawks treffen, gaben den Sieg in der Folge nicht mehr aus den Händen.
Washington Capitals 2-3 (OT) Boston Bruins
Einen Erfolg verbuchte auch der frühere Eishockey-Bundestrainer Marco Sturm. Noch ohne Neuzugang Lukas Reichel gewannen die von Sturm trainierten Boston Bruins bei den Washington Capitals trotz zweimaligem Rückstand nach Penaltyschießen mit 3:2. Dabei brauchte es einen Marathon im Shootout, um einen Sieger zu finden. Erst in der neunten Runde erlöste Fraser Minten die Bruins und sicherte den Erfolg.
Minten erinnerte sich an Videostudien über Capitals-Goalie Logan Thompson und verlud ihn eiskalt per Rückhand. Damit beendeten die Bruins eine Durststrecke von sieben Auswärtsniederlagen in Folge und festigten ihren ersten Wildcard-Platz im Osten.
Verteidiger Charlie McAvoy war mit zwei Treffern der Mann des Abends für Boston, während David Pastrnak mit seinem 497. Assist Rick Middleton in der ewigen Bestenliste der Bruins überholte. Auf der anderen Seite glänzte Rasmus Sandin mit einem Tor und einer Vorlage für Washington. Trotz des Punktgewinns herrschte Frust bei den Capitals, die nun eine magere Bilanz von 1:6 in Shootouts vorweisen und wertvolle Punkte im Kampf um die Playoffs liegen ließen.
Dallas Stars 3-2 (OT) Detroit Red Wings
Thomas Harley sorgte für Ekstase in Dallas. In der Verlängerung schnappte sich der Verteidiger den Puck im neutralen Drittel, startete einen Sololauf und hämmerte die Scheibe zum 3:2-Sieg ins Netz. Damit bauten die Stars ihre Punkteserie auf 15 Spiele aus (14-0-1) und egalisierten den Franchise-Rekord aus der Saison 1998/99. "Gewinnen macht Spaß", so der knappe Kommentar des Matchwinners nach seinem siebten Karriere-Overtime-Tor.
Detroit um den deutschen Nationalspieler Moritz Seider bewies jedoch Kampfgeist und kam nach einem 0:2-Rückstand durch Simon Edvinsson und Lucas Raymond zurück in die Partie. Besonders Raymonds Ausgleich kurz vor Schluss rettete den Red Wings einen wichtigen Punkt im Playoff-Rennen. Olympiateilnehmer Seider kam auf einen Assist.
Utah Mammoth 3-4 Pittsburgh Penguins
Auch ohne ihre verletzten Superstars Sidney Crosby und Evgeni Malkin bewiesen die Pittsburgh Penguins Moral. Noel Acciari staubte im dritten Drittel zum 4:3-Endstand ab, nachdem die Penguins einen frühen 0:2-Rückstand gedreht hatten. Anthony Mantha glänzte mit seinem 25. Saisontor, während Erik Karlsson mit zwei Vorlagen NHL-Geschichte schrieb: Er überholte Bobby Orr in der ewigen Scorerliste der Verteidiger und belegt dort nun den 12. Platz.
Utah Mammoth startete furios durch zwei schnelle Tore von Dylan Guenther, der momentan in Topform agiert. Doch Coach Andre Tourigny war nach dem Spiel bedient und sprach von mangelndem Spielmanagement: "Wir haben gezockt und verloren." Der Münchner JJ Petera blieb ohne Torbeteiligung.
Penguins-Goalie Stuart Skinner rettete den Sieg kurz vor Schluss mit einem spektakulären Handschuh-Save gegen Michael Carcone, der den Puck noch an die Latte lenkte.
Winnipeg Jets 3-1 Colorado Avalanche
Kyle Connor bleibt das Maß der Dinge in Winnipeg. Beim 3:1-Erfolg gegen die Colorado Avalanche erzielte er sein 30. Saisontor – es ist seine fünfte Spielzeit in Folge mit mindestens 30 Treffern. Mark Scheifele glänzte als Vorbereiter und erreichte mit seinem 51. Assist einen neuen Karrierebestwert. Die Jets zeigten sich defensiv extrem diszipliniert und ließen gegen die brandgefährliche Offensive von Colorado kaum etwas zu, während Connor Hellebuyck 28 Mal parierte.
Für die Avalanche war es ein gebrauchter Tag, der schon mit einer 14-stündigen Flugverspätung in Seattle begann. Erst spät in der Nacht erreichte das Team Winnipeg, was Coach Jared Bednar als Grund für die schweren Beine seiner Stars anführte. Ein Lichtblick war Brent Burns, der sein 990. Spiel in Folge bestritt und damit Keith Yandle für die zweitlängste Serie der NHL-Geschichte überholte. Phil Kessel bleibt mit 1.064 Spielen jedoch weiterhin an der Spitze.
Minnesota Wild 2-4 New York Rangers
Igor Shesterkin war der Spielverderber in Minnesota. Mit sage und schreibe 46 Paraden, davon 21 im letzten Drittel, hexte er die New York Rangers zu einem 4:2-Sieg gegen die Wild. Die Rangers legten furios los und führten zur Mitte des Spiels bereits mit 4:1, wobei Vladislav Gavrikov mit einem Tor und zwei Assists glänzte. Rangers-Kapitän J.T. Miller kehrte nach fünf Spielen Verletzungspause zurück und freute sich über den vierten Sieg in Folge: "Es fühlt sich gut an, mal eine Serie zu starten."
Für die Wild war es ein Abend der verpassten Gelegenheiten, trotz einer Schussbilanz von 42:9 in den letzten beiden Dritteln. Matt Boldy traf zwar im dritten Spiel in Folge, doch gegen Shesterkin war kein Kraut gewachsen. Emotional wurde es vor dem Spiel, als Kapitän Jared Spurgeon für sein 1.000. NHL-Spiel geehrt wurde. Er ist erst der zweite Spieler in der Franchise-Geschichte von Minnesota, der diesen Meilenstein erreicht.
Buffalo Sabres 3-2 (PEN) Toronto Maple Leafs
Jack Quinn war der Held im KeyBank Center. Erst erzielte er im zweiten Drittel den wichtigen Ausgleich zum 2:2, dann behielt er im Shootout die Nerven und sicherte den Buffalo Sabres den 3:2-Sieg gegen den Rivalen aus Toronto. Die Sabres surfen weiter auf einer Erfolgswelle und haben neun ihrer letzten zehn Spiele gewonnen, womit sie ihren Vorsprung an der Spitze der Atlantic Division auf vier Punkte ausbauten. Goalie Alex Lyon untermauerte seine Form mit 16 Paraden und einer starken Leistung im Penaltyschießen.
Bei den Maple Leafs hält die Krise an; man verlor neun der letzten zehn Partien. Zwar erreichte William Nylander zum zweiten Mal in seiner Karriere die Marke von 40 Assists in nur 50 Spielen, doch das reichte nicht für den Sieg. Ein besonderer Moment war das 800. NHL-Spiel von Max Domi. Er und sein Vater Tie sind erst das elfte Vater-Sohn-Duo der Liga-Geschichte, bei dem beide diese beeindruckende Marke erreicht haben.
Montreal Canadiens 2-4 San Jose Sharks
Das Supertalent Macklin Celebrini liefert weiter ab. Mit zwei Toren und einer Vorlage führte er die San Jose Sharks zu einem 4:2-Auswärtssieg in Montreal und baute seine Punkteserie auf acht Spiele aus. Celebrini, der erst kürzlich Silber bei den Olympischen Spielen 2026 gewann, steht nun bei 35 Saisontoren und 94 Punkten. Er überholte damit Brian Bellows in der Liste der erfolgreichsten Teenager der NHL-Geschichte und belegt dort nun den siebten Rang.
Überschattet wurde die Partie von einer schweren Verletzung des Sharks-Stürmers Igor Chernyshov, der bereits nach 28 Sekunden nach einem Check von Mike Matheson blutend vom Eis musste. San Jose musste das Spiel mit nur 11 Spielern beenden, zeigte aber enorme Moral. Auf Seiten der Canadiens erzielte Cole Caufield sein 38. Saisontor, doch am Ende reichte es nicht gegen die effizienten Sharks, die ihren Aufwärtstrend mit dem zweiten Sieg in Folge bestätigten.
New Jersey Devils 6-4 Los Angeles Kings
Ein historischer Abend mit bittersüßem Beigeschmack für Anze Kopitar. Der Kapitän der Kings erzielte zwei Powerplay-Tore und knackte damit den Franchise-Rekord für die meisten Karrierepunkte (1.308), womit er die Legende Marcel Dionne überholte. Die Kings-Bank leerte sich komplett, um den Slowenen auf dem Eis zu feiern. Doch trotz der Gala ihres Kapitäns in seiner letzten NHL-Saison unterlag Los Angeles den New Jersey Devils am Ende mit 4:6.
Nico Hischier war mit zwei Toren und zwei Vorlagen der überragende Mann für New Jersey. Jack Hughes sicherte den Sieg mit einem späten Powerplay-Treffer zum 5:4, bevor Timo Meier mit einem Empty-Net-Goal den Endstand markierte. Nach dem Spiel zeigten die Devils große Klasse und stellten sich in einer Schlange auf, um Kopitar zu seinem historischen Meilenstein zu gratulieren.
New York Islanders 3-2 Calgary Flames
Simon Holmstrom war der Mann des ersten Drittels für die Islanders. Mit zwei Toren, darunter ein eiskalter Short-Hander bei einem Alleingang, schoss er sein Team fast im Alleingang zu einer komfortablen 3:0-Führung. Calgarys Coach Ryan Huska reagierte zur Pause und wechselte Goalie Devin Cooley gegen Dustin Wolf aus, was den Flames sichtlich neues Leben einhauchte. Wolf parierte alle 17 Schüsse, die auf seinen Kasten kamen, und hielt Calgary so im Spiel.
Doch die Aufholjagd der Flames kam zu spät. Mikael Backlund und Blake Coleman brachten Calgary zwar im Schlussdrittel noch auf 2:3 heran, aber Islanders-Goalie David Rittich rettete den Sieg über die Zeit. Mit diesem Erfolg bauten die Islanders ihren Status als Könige der engen Spiele aus: Sie führen die NHL nun mit 25 Siegen an, die mit nur einem Tor Unterschied entschieden wurden.
Tampa Bay Lightning 2-4 Carolina Hurricanes
Jordan Martinook wurde zum Helden für Tampa Bay. Sein Schuss aus spitzem Winkel im dritten Drittel wurde von Lightning-Verteidiger Victor Hedman unglücklich ins eigene Netz abgefälscht und markierte den entscheidenden Treffer zum 3:2 für Carolina. Sebastian Aho und Andrei Svechnikov glänzten jeweils mit einem Tor und einer Vorlage, womit die Hurricanes vier ihrer letzten sechs Spiele gewinnen konnten.
Tampa Bay kämpfte sich nach einem frühen 0:2-Rückstand durch Tore von Yanni Gourde und Charle-Edouard D'Astous zwar zurück, doch am Ende fehlte die Durchschlagskraft. Coach Jon Cooper kritisierte den verschlafenen Start seines Teams, das nun sieben der letzten neun Spiele verloren hat. Ein kleiner Trost war das Comeback von Nick Paul, der nach elf Spielen Verletzungspause wieder ins Geschehen eingriff.
Philadelphia Flyers 1-2 (PEN) Columbus Blue Jackets
Kirill Marchenko war der gefeierte Held bei den Blue Jackets. Erst erzielte er sein 100. NHL-Tor zur Führung, dann verwandelte er im Shootout den entscheidenden Penalty zum 2:1-Sieg. Marchenko ist erst der zweite Spieler in der Geschichte von Columbus, der die 100-Tore-Marke so schnell erreichte (nur Rick Nash war flinker). Dank einer starken Defensivleistung und 19 Paraden von Jet Greaves baute Columbus seine Punkteserie auf beeindruckende neun Spiele aus.
Die Flyers hingegen enttäuschten vor allem im Powerplay. Trotz vier Gelegenheiten, darunter eine vierminütige Überzahl, gelang den Gastgebern kein Treffer. "Wir hatten kein A-Game heute", resümierte Coach Rick Tocchet nüchtern. Dennoch nahm Philadelphia einen Punkt mit, was im engen Kampf um die Playoff-Plätze im Osten noch wertvoll werden könnte, auch wenn sie aktuell sechs Punkte hinter den Wildcard-Rängen liegen.
Vancouver Canucks 2-5 Seattle Kraken
Was für ein Debüt für Bobby McMann! Der Neuzugang aus Toronto, der erst auf sein Arbeitsvisum warten musste, schlug bei seinem ersten Einsatz für die Seattle Kraken voll ein. Mit zwei Toren und einer Vorlage war er maßgeblich am 5:2-Erfolg gegen die Vancouver Canucks beteiligt. Er ist damit der erste Spieler in der Geschichte der Kraken, dem bei seinem Debüt ein Doppelpack gelang. Jordan Eberle assistierte dreimal und war der perfekte Mentor für den Neuling.
Vancouver hingegen rutscht immer tiefer in die Krise. Die Canucks haben nur zwei der letzten 12 Spiele gewonnen und wirken defensiv verunsichert. Evander Kane und Marco Rossi betrieben lediglich Ergebniskosmetik. Besonders bitter für die Canucks: Top-Verteidiger Elias Pettersson musste das Spiel im zweiten Drittel mit einer Unterkörperverletzung verlassen und droht länger auszufallen.
Vegas Golden Knights 4-0 Chicago Blackhawks
Die Golden Knights sind zurück auf dem Thron der Pacific Division. Dank eines souveränen 4:0-Siegs gegen die Chicago Blackhawks zog Vegas an Anaheim vorbei auf Platz eins. Pavel Dorofeyev war wie schon im letzten Spiel der überragende Akteur und verbuchte zwei Tore und einen Assist. Adin Hill feierte seinen ersten Shutout der Saison mit 21 Paraden und wirkte nach seiner Verletzungspause wieder komplett in seinem Rhythmus.
Für Chicago gab es an diesem Abend nichts zu holen. Die Special Teams der Blackhawks versagten auf ganzer Linie, während Vegas zwei Powerplay-Tore erzielte. Ein vermeintlicher Ehrentreffer von Artyom Levshunov im dritten Drittel wurde nach einer Video-Challenge wegen eines vorangegangenen Handpasses aberkannt. Mitch Marner steuerte zwei Vorlagen bei und erreichte damit als schnellster Spieler der Franchise-Geschichte die Marke von 50 Assists.
