Vorlage zum Sieg: Draisaitl feiert Comeback beim Oilers-Start in die Playoffs

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Die Oilers jubeln mit Draisaitl (2.v.l.).
Die Oilers jubeln mit Draisaitl (2.v.l.).Leila Devlin / GETTY IMAGES NORTH AMERICA / Getty Images via AFP

Beim lang ersehnten Comeback des deutschen Eishockeystars Leon Draisaitl sind die Edmonton Oilers mit einem Heimsieg in die Playoffs der NHL gestartet. Das 4:3 gegen die Anaheim Ducks war aber ein hartes Stück Arbeit, erst ein starkes letztes Drittel brachte die Wende.

"Ich habe mich ganz gut gefühlt. Ich brauche aber noch ein paar Spiele, um wieder der Alte zu sein und das Vertrauen in mich zu haben. Aber für den Anfang war das okay", sagte der Kölner nach dem Spiel.

Zum Match-Center: Edmonton Oilers vs. Anaheim Ducks

Draisaitl stand nach fünfwöchiger Verletzungspause direkt im Mittelpunkt. Er lieferte im ersten Abschnitt die Vorlage zum 2:0, dann legte er auch den späten Siegtreffer durch Kasperi Kapanen (59.) auf. Kurz davor hatte Jason Dickinson (52.) den Ausgleich für die Oilers erzielt.

Sowohl Kapanen als auch Dickinson trafen doppelt. "Ohne solche Spieler geht es nicht. Zwei Tore von beiden, das ist nicht selbstverständlich. Genau das brauchen wir", sagte Draisaitl. Spiel zwei steigt in der Nacht auf Donnerstag erneut in Edmonton, zum Weiterkommen sind vier Erfolge nötig.

"Ich fühle mich gut", hatte Draisaitl vor dem Spiel gesagt, sein Einsatz war aber bis zuletzt offen. Der beste NHL-Torschütze der letzten zehn Jahre hatte sich beim 3:1-Sieg gegen Nashville am 15. März am Knie verletzt, der Klub sprach offiziell von einer "Unterkörperverletzung". Zur Behandlung flog Draisaitl sogar nach München zu Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt, dem ehemaligen Mannschaftsarzt des FC Bayern und des Fußball-Nationalteams.

Edmonton hatte in den vergangenen beiden Jahren jeweils die Finalserie gegen die Florida Panthers verloren, der Titelverteidiger verpasste diesmal die Playoffs. Die Oilers fiebern dem ersten Stanley-Cup-Triumph seit 1990 entgegen.

Niederlagen für Stützle und Sturm

Nationalspieler Tim Stützle verlor derweil mit den Ottawa Senators auch Spiel zwei bei den Carolina Hurricanes. Die Senators glichen beim 2:3 nach Verlängerung zunächst einen 0:2-Rückstand aus, kassierten aber in der zweiten Overtime den K.o. durch Jordan Martinook. Stützle blieb in knapp 28 Minuten auf dem Eis ohne Punkt.

Minnesota Wild verlor ohne Nico Sturm 2:4 gegen die Dallas Stars, damit ist die Serie wieder ausgeglichen. Die Philadelphia Flyers gewannen dagegen beim 3:0 gegen die Pittsburgh Penguins auch Spiel zwei.

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