Emma Aicher drückte gewaltig aufs Tempo. Zum Überholen aber reichte es nicht. Mit dem heißen Atem ihrer Verfolgerin im Nacken fuhr Mikaela Shiffrin beim Finale des alpinen Weltcups wieder mal einen Slalom wie aus einer anderen Welt. Einen Tag vor dem Ende der Weltcup-Saison gelang der Ski-Königin aus den USA der wohl alles entscheidende Sieg im spannenden Kampf um den Gesamtweltcup.
Immerhin: Mit einem erneut herausragenden dritten Platz hat Aicher die Entscheidung noch einmal vertagt – bis zum Riesenslalom am Mittwoch (9:30 und 12:30 Uhr/ZDF und Eurosport).

Shiffrin über AIcher: "Die größte Allrounderin"
Allerdings: Um Shiffrin die große Kristallkugel noch zu entreißen, müsste Aicher, die im Riesenslalom noch nie besser als Vierte war, schon ihren ersten Sieg in dieser Disziplin feiern – und darauf hoffen, dass die Amerikanerin nicht unter die ersten 15 kommt.
"Es ist ein aufregender Kampf", bekannte Shiffrin, nachdem sie und Aicher sich nach dem Rennen im Ziel der "Olympia-loype" in Hafjell unweit von Lillehammer lange und innig umarmt hatten. Da breche gerade eine "neue Ära der größten Allrounderin" an, betonte die beste Skirennläuferin der Gegenwart, sie sei "schon sehr gespannt", was Aicher "in Zukunft" leisten werde. "Aber erst mal fahren wir morgen noch ein Rennen", sagte sie lachend.
