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FC Bayern mit Dauerabo auf die Schale: Wer bietet dem Meister Paroli?

Der FC Bayern gilt als großer Favorit auf die Titelverteidigung
Der FC Bayern gilt als großer Favorit auf die TitelverteidigungČTK / imago sportfotodienst / Bernd Feil/M.i.S.

Lothar Matthäus ist sicher, dass Bayern München auch in dieser Saison deutscher Meister wird - und das "mit mindestens zehn Punkten Vorsprung". Abweichende Expertenmeinungen finden sich kaum, sämtliche KI-Modelle oder Buchmacher sehen die Mannschaft von Trainer Vincent Kompany meilenweit enteilt. Trotz möglicher WM-Nachwehen teilt der Sportwettenanbieter bwin dem Rekordmeister eine Titelquote von 1,12 zu. Erster Verfolger? Vizemeister Borussia Dortmund (10.00). Die Gemengelage vor dem Saisonstart erscheint ernüchternd eindeutig. Kann denn niemand Paroli bieten?

BORUSSIA DORTMUND

Der BVB hat den Anspruch, "da zu sein", wenn der Rekordmeister schwächelt. Seit dem Double unter Jürgen Klopp gelang dies jedoch nicht. Zweimal bot sich die Chance (2018/19 und 2022/23), zweimal scheiterte Dortmund dramatisch an sich selbst. "Wir haben uns ökonomisch so weit auseinanderentwickelt, dass es unter normalen Voraussetzungen schwierig ist, die Nummer eins zu werden", sagt Präsident Hans-Joachim Watzke. Unter Niko Kovac spielt der BVB defensiv sehr stabil, jetzt soll der nächste Entwicklungsschritt folgen.

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Dortmund hat keine Leistungsträger ziehen lassen und den Kader verjüngt. Das Griechen-Duo Konstantinos Karetsas und Giannis Konstantelias deutete sein Können an. Dass Karim Adeyemi, Niklas Süle und Julian Brandt den Verein verlassen haben, entlastete das Budget. Zugang Joey Veerman wiederholte nach dem Supercup ambitioniert: "Wir wollen im Titelrennen dabei sein."

VFB STUTTGART 

In nun dreieinhalb Jahren als Trainer hat Sebastian Hoeneß aus dem VfB ein Spitzenteam geformt. Doch der 44-Jährige geht die neue Bundesliga-Saison gewohnt zurückhaltend an. "Ich glaube, wir bewegen uns relativ nah am Limit", sagte er: "Man muss da auch mal die Kirche im Dorf lassen. Es gibt am Ende doch immer noch einige Klubs, die ganz andere Möglichkeiten haben."

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Stuttgart hat in den vergangenen Jahren viele gute Entscheidungen getroffen. Die Schwaben verstärkten mit Dzenan Pejcinovic, Grischa Prömel (der erste Ü28-Transfer in Hoeneß' Amtszeit) und Leo Sauer die zweitbeste Offensive der vergangenen Spielzeit. Alles spricht dafür, dass Stuttgart auch in dieser Saison oben mitspielt.

RB LEIPZIG

Neuer Trainer, Unterschiedsspieler verloren - doch weiter große Ambitionen: Noch fehlt die Fantasie, wie Martin Demichelis den Klub in Schlagdistanz zu den Bayern führen will. "Intensität ist unsere Identität", hatte der Argentinier bei seiner Vorstellung verkündet. Ob das allein die Lücke schließen kann, die der nach Madrid abgewanderte Yan Diomande gerissen hat? 125 Millionen Euro kassierte RB für Diomande.

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Der Klub holte als Reaktion Christopher Nkunku zurück. Der verletzungsanfällige Franzose, Bundesliga-Torschützenkönig 2022/2023, überzeugte nach seinem Abschied weder beim FC Chelsea noch bei der AC Mailand nachhaltig. Zudem steht RB wieder die Dreifachbelastung bevor. Obwohl die Substanz im Kader hoch ist, fehlen die absoluten Schlüsselspieler - Antonio Nusa und Brajan Gruda müssten den nächsten Entwicklungsschritt nehmen, Christoph Baumgartner verpasst den Saisonstart verletzt.

BAYER LEVERKUSEN  

Ganz anders hat Bayer Leverkusen auf dem Transfermarkt agiert und gleich mehrere Hochveranlagte verpflichtet: Zu Flügelstürmer Afonso Moreira (30 Millionen Euro), Miguel Gutierrez (26 Millionen), Facundo Medina (23 Millionen) und dem vorerst ausfallenden Kennet Eichhorn (neun Millionen) soll Moussa Diaby für mehr als 35 Millionen Euro zurückkehren.

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Mit Carles Martinez kehrt ein Hauch von Xabi Alonso zurück. Beim FC Toulouse galt der 42-Jährige als Talente-Entwickler und ließ einen geradlinigen Offensivfußball spielen. Zuvor arbeitete Martinez unter anderem in Barcelonas Jugendschmiede "La Masia", wo er Talenten wie Gavi und Fermin Lopez zum Durchbruch verhalf.