Eintracht Braunschweig vs. 1. FC Kaiserslautern 2:0
Der 1. FC Kaiserslautern hat im Aufstiegsrennen der 2. Fußball-Bundesliga wichtige Punkte liegen lassen. Trainer Torsten Lieberknecht verlor mit seiner Elf bei seinem früheren Verein Eintracht Braunschweig völlig verdient mit 0:2 (0:1) und hat damit nun vier Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz. Aus den vergangenen fünf Partien holten die Pfälzer lediglich einen Sieg.
Max Marie (34.) und Erencan Yardimci (49.) trafen für die Eintracht, die im Kampf um den Klassenerhalt nach vier Niederlagen in Serie mal wieder einen Dreier holen konnte. Für die Elf von Heiner Backhaus war es der vierte Heimsieg nacheinander gegen Kaiserslautern, bei besserer Chancenverwertung hätte dieser auch deutlicher ausfallen können.

Nach ausgeglichener Anfangsphase vor 20.848 Zuschauern hatte Naatan Skyttä (19.) für den FCK die erste Chance des Spiels - doch von da an spielte erstmal nur noch Braunschweig. Florian Flick (22.) ließ noch eine Großchance liegen, ehe Marie einen Flachpass in den Rückraum des starken Christian Joe Conteh einschob. In der Folge scheiterten Leon Bell Bell (37.), Johan Gomez (41.) und Conteh (45.+8) bei Großchancen an Julian Krahl.
Kurz vor der Halbzeit verletzte sich Flick bei einem Zweikampf mit Leon Robinson offenbar schwer am Knie und musste per Trage abtransportiert werden. Sein Team wirkte aber kaum geschockt, Yardimci vollstreckte kurz nach Wiederanpfiff allein vor Krahl eiskalt. Der FCK versuchte nun, mehr in die Offensive zu investieren, kam aber kaum einmal durch. Erst in der Schlussphase wurde es bei Abschlüssen von Dickson Abiama (86.) und Ivan Prtajin (90.+1) mal gefährlich.
Match-Center: Eintracht Braunschweig vs. 1. FC Kaiserslautern
Greuther Fürth vs. VfL Bochum 0:3
Dank einer furiosen Anfangsphase hat sich der VfL Bochum weiter Luft im Tabellenkeller der 2. Fußball-Bundesliga verschafft. Bei der desolaten SpVgg Greuther Fürth gewann das Team von Uwe Rösler mit 3:0 (3:0) und knüpfte damit nach der unnötigen Niederlage gegen Dynamo Dresden (1:2) wieder an die guten Leistungen unter dem neuen Trainer an.

Binnen 17 Minuten entschieden die Bochumer die Partie. Doppelpacker Ibrahima Sissoko stellte die Weichen auf Auswärtssieg (9./13.), ehe Philipp Hofmann nachlegte (17.) und für Enttäuschung und Unruhe auf den Rängen sorgte. Ein schnelleres 3:0 gab es in der Historie Bochums lediglich einmal: 1989 erzielte der VfL beim Hamburger SV (4:1) drei Tore nach 16 Minuten. Fürth steckt nach der Niederlage tief im Tabellenkeller fest.
Vor allem bei Standards hatte sich Rösler im Vorfeld etwas ausgerechnet - und er lag richtig: Einen scharf getretenen Freistoß von Maximilian Wittek aus dem Halbfeld drückte Sissoko mutterseelenallein im Strafraum über die Linie. Vier Minuten später war es wieder Wittek, der mit dem ruhenden Ball – dieses Mal eine Ecke - Sissoko im Strafraum fand.
Augenblicke später setzte dann Francis Onyeka gekonnt per Hacke Hofmann ein, der eiskalt verwertete. Drei Chancen, drei Tore - Fürths Trainer Thomas Kleine war konsterniert. Es war ein Klassenunterschied, den Bochum anfangs offenbarte. Auch nach Wiederbeginn vermochten die Fürther kaum für Gefahr zu sorgen. Einzig Omar Sillah kam gefährlich vor Timo Horn zum Abschluss (64.).
Match-Center: Greuther Fürth vs. VfL Bochum
Holstein Kiel vs. Hertha BSC 0:1
Hertha BSC hat seine Siegesserie fortgesetzt. Die Mannschaft von Trainer Stefan Leitl gewann bei Absteiger Holstein Kiel 1:0 (0:0) und hat nach dem sechsten Pflichtspielerfolg nacheinander die Aufstiegsplätze fest im Visier. Der Rückstand auf Rang zwei beträgt nur noch drei Punkte.
Der eingewechselte Dawid Kownacki erzielte den Treffer der Gäste (75.), die bei den sechs Siegen immer ohne Gegentor blieben. Kiel muss sich in der Tabelle immer mehr nach unten orientieren.

Die Gastgeber sorgten für das erste Ausrufezeichen. Alexander Bernhardsson hätte aus fast 40 Metern beinahe Hertha-Torhüter Tjark Ernst überrascht (11.). Danach kamen die Gäste aber besser ins Spiel, Michael Cuisance vergab die erste Möglichkeit der Berliner (12.). Die Hertha war spielbestimmend, Luca Schuler und Paul Seguin verpassten bei einer Doppelchance nach einer Ecke aber die Führung (26.).
Auch nach der Pause standen beide Mannschaften kompakt, Chancen gab es dadurch kaum. Einzig nach Standardsituationen wurde es gefährlich. Der Schuss des Kielers Kasper Davidsen wurde aber geblockt (54.), auf der anderen Seite landete ein Kopfball von Fabian Reese am Außennetz (56.).
Reese bereitete dann den Kopfballtreffer von Kownacki vor, der nach zweimonatiger Verletzungspause sein Comeback feierte.
Match-Center: Holstein Kiel vs. Hertha BSC
