"Macht sprachlos": Dresden und Düsseldorf verurteilen rassistischen Vorfall

Dresden-Trainer Thomas Stamm (M.) hat direkt nach dem Spiel Stellung zum rassistischen Angriff bezogen.
Dresden-Trainer Thomas Stamm (M.) hat direkt nach dem Spiel Stellung zum rassistischen Angriff bezogen.ČTK / DPA / Robert Michael

Die Fußball-Zweitligisten Fortuna Düsseldorf und Dynamo Dresden haben die rassistische Attacke gegen einen Düsseldorfer Spieler im Aufeinandertreffen am Sonntag scharf verurteilt. "Gegen Ende der Partie wurde einer unserer Spieler von einer Person aus dem Publikum auf eindeutig rassistische Weise beleidigt", schrieb die Fortuna auf der Vereinswebseite, "die Schiedsrichter haben das Geschehen unmittelbar aufgenommen und im offiziellen Spielbericht festgehalten." Welcher Spieler von der Beleidigung betroffen gewesen sein soll, wurde nicht kommuniziert.

In der Mitteilung hieß es weiter: "Fortuna Düsseldorf und Dynamo Dresden verurteilen diesen rassistischen Angriff mit größter Entschlossenheit. Beide Vereine stehen geschlossen dafür ein, dass Diskriminierung - in welcher Form auch immer - im Fußball keinen Platz hat."

Dynamo-Trainer Stamm: "Thema, was nicht hierher gehört"

Dynamo postete nach dem 2:1 (1:0)-Erfolg über die Fortuna ein Statement von Cheftrainer Thomas Stamm auf X. Der Sieg sei eingetrübt wegen der "Verletzung von Lennart" (Torhüter Grill, d. Red.) und weil "in dieser Situation ein Düsseldorfer Spieler rassistisch beleidigt wird. Das macht sprachlos, und ich bitte diese Leute nicht mehr herzukommen, denn sowas hat im Fußball nichts verloren."

Schon unmittelbar nach Spielende hatte Stamm bei Sky über den Vorfall gesprochen, "ein Thema, was einfach nicht hierher gehört", sagte er.

Zum Match-Center: Dynamo Dresden vs. Fortuna Düsseldorf