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Frauen: Kamerun deklassiert Malawi und krönt sich erstmals zum Afrikameister

Kameruns Spielerinnen feiern den Gewinn des WAFCON 2026
Kameruns Spielerinnen feiern den Gewinn des WAFCON 2026ČTK / AP / Uncredited

Die "Unzähmbaren Löwinnen" brauchten lediglich 45 Minuten, um das Überraschungsfinale des Women’s Africa Cup of Nations (WAFCON) für sich zu entscheiden. Dank einer furiosen ersten Halbzeit mit Treffern von Naomi Eto sowie einem Doppelpack von Marie Ngah Manga feierte Kamerun einen souveränen 3:0-Erfolg über Malawi. Nach drei bitteren Finalniederlagen in den Jahren 2004, 2014 und 2016 besteigen die Kamerunerinnen damit erstmals den kontinentalen Thron.

Die Geschichte dieses Titelgewinns erinnert an das dänische EM-Märchen von 1992: Kamerun hatte die reguläre Qualifikation verpasst und rückte erst durch die Aufstockung des Teilnehmerfeldes sowie die FIFA-Platzierung ins Turnier nach. Dort entwickelte das Team von Valentine Nguele und Dimitri Lipoff eine beeindruckende Dynamik. Nach Coups im Viertel- und Halbfinale gegen die Topfavoriten Nigeria und Gastgeber Marokko vollendeten sie ihren Lauf im Endspiel gegen den Turnier-Debütanten Malawi.

Zum Match-Center: Kamerun vs. Malawi

Kamerun übernahm sofort die Initiative und erarbeitete sich früh die ersten Gelegenheiten. Nach einer kurzen Druckphase Malawis, in der sich die Schwestern Temwa und Tabitha Chawinga mehrfach gefährlich durchsetzten, schlug Kamerun entgegen dem Spielverlauf eiskalt zu: Eine Flanke von Naomi Eto köpfte Grace Mendoua an die Latte; den Abpraller drückte Marie Ngah Manga aus kurzer Distanz zum 1:0 über die Linie.

Kamerun besiegt Malawi im WAFCON-Finale
Kamerun besiegt Malawi im WAFCON-FinaleFlashscore

Wenig später erhöhte Naomi Eto nach einer geklärten Ecke mit einer spektakulären Drehung und einem sehenswerten Distanzschuss auf 2:0. Malawi fand defensiv kein Mittel mehr gegen die Wucht der Löwinnen. Kurz vor dem Pausenpfiff machte Ngah Manga ihren Doppelpack perfekt, als sie nach uneigennütziger Vorarbeit von Eto mühelos per Kopf zum 3:0-Halbzeitstand vollendete.

Verwalteter Vorsprung und Auszeichnungen

In Durchgang zwei kontrollierte Kamerun das Geschehen weitgehend. Trotz hochkarätiger Chancen – darunter ein verfehlter Schuss von Ngah Manga auf das leere Tor sowie Konterchancen der Chawinga-Schwestern auf der Gegenseite – fielen keine weiteren Treffer. Ein Abseitstor der kamerunischen Legende Gabrielle Onguene in der Nachspielzeit änderte nichts mehr am hochverdienten Endstand.

Auch bei den individuellen Auszeichnungen dominierte der neue Champion:

Beste Spielerin: Monique Ngock (Kamerun)

Beste Torhüterin: Michaely Bihina (Kamerun), die vor allem im Halbfinal-Elfmeterschießen gegen Marokko überragt hatte

Torschützenkönigin: Temwa Chawinga (Malawi) mit 5 Toren und 2 Vorlagen

Fair-Play-Preis: Algerien