Das Thema beherrscht die Diskussionen rund um den siebenmaligen Afrikameister, seit dieser im Auftaktspiel der Gruppe B nicht über ein enttäuschendes 0:0 gegen Angola hinauskam. Salah war in dieser Partie Mitte der zweiten Halbzeit ausgewechselt worden und hatte am folgenden Tag das Teamquartier verlassen.
Zusätzliche Nahrung erhielten die Gerüchte durch Hassans Aussage, die Auswechslung sei aus „technischen Gründen“ erfolgt – eine überraschende Begründung angesichts Salahs starker Form seit seinem Wechsel vom FC Liverpool zum türkischen Klub Trabzonspor. Lokale Medien brachten die Kontroverse Zudem mit früheren Äußerungen des Trainers über Routiniers wie Torhüter Mohamed El Shenawy in Verbindung, den Hassan einst als „irgendwann am Ende“ bezeichnet hatte. Das warf Fragen über das Binnenklima innerhalb der Mannschaft auf.
Salah "wegen des Belags" geschont
Vor der Abreise nach Juba schlug Hassan nun jedoch versöhnliche Töne an und hob Salahs überragende Bedeutung für das Team hervor: "Ich respektiere alle Spieler, insbesondere Mohamed Salah. Er ist ein extrem wichtiger Leistungsträger, eine der tragenden Säulen unseres Teams und nach wie vor einer der besten Spieler der Welt", erklärte Hassan vor Journalisten.
Salahs Fehlen gegen den Südsudan sei keineswegs ein Zeichen von Unstimmigkeiten, sondern längst abgesprochen. Grund dafür seien Bedenken wegen des dortigen Kunstrasens gewesen. "Wir haben gemeinsam beschlossen, Salah wegen des Belags zu schonen. Er hat das Thema schon vor dem Angola-Spiel bei mir angesprochen und wir waren uns sofort einig", stellte Hassan klar. "Wir brauchen ihn in den kommenden Spielen fit. Die Gesundheit jedes Einzelnen hat für mich oberste Priorität, und ich habe volles Vertrauen in den gesamten Kader."
Zum Match-Center: Südsudan vs. Ägypten
Nach dem Dämpfer zum Auftakt strebt Ägypten nun seinen ersten Sieg in der Qualifikationsrunde an, um den Weg zur Endrunde des Afrika-Cups 2027 in Kenia, Uganda und Tansania zu ebnen.
