Traumsolo und Teamgeist: Marschiert die Elfenbeinküste zum Titel?

Hoffenheims Touré hat gegen Burkina Faso ein Traumtor erzielt
Hoffenheims Touré hat gegen Burkina Faso ein Traumtor erzieltFRANCK FIFE / AFP / AFP / Profimedia

Die Elfenbeinküste beweist beim Afrika-Cup ihre unfassbare Qualität. Doch das Turnier geht jetzt erst richtig los.

Nach seinem Traumsolo über den halben Platz zum goldenen Schlusspunkt nahm Bazoumana Touré die Glückwünsche seiner Kollegen mit einem seligen Lächeln entgegen. Teamstar Amad Diallo putzte dem Super-Joker aus Hoffenheim mit einem imaginären Lappen den linken Zauberfuß, Leipzigs Rohdiamant Yan Diomande riss ihn beim Händeschütteln fast zu Boden.

Mit seinem zweiten Joker-Tor in Folge hatte Linksaußen Touré das mitreißende 3:0 (2:0) der Elfenbeinküste im Achtelfinale des Afrika-Cup gegen Burkina Faso gekrönt – und die Titelträume des deutschen WM-Gegners angefacht. 

Die Ivorer sind bereit für den Kampf der Giganten mit Rekordsieger Ägypten um Superstar Mohamed Salah am Samstag (20 Uhr/Sportdigital) in Agadir.

"Wir haben als Team gekämpft", schwärmte Rechtsaußen Diallo von Manchester United, der die Führung besorgt und das 2:0 von Diomande vorbereitet hatte. "Es herrscht eine tolle Chemie auf dem Platz, eine enge Verbundenheit, die unser Spiel flüssiger macht."

Match-Center: Elfenbeinküste vs. Burkina Faso

Teamgeist als Geheimwaffe

Starkes Gegenpressing, scharfe Zweikampfführung, individuelle Klasse vor dem Tor. Am Dienstag in Marrakesch zeigte sich der Titelverteidiger als verschworene Einheit.

"Niemand versucht, der Held zu sein oder sich im Alleingang für das Land in den Vordergrund zu drängen", sagte Diallo und betonte: "Wenn ich die Chance zum Pass habe, spiele ich ihn. Es ist instinktiv – ich gebe meinem Mitspieler den Ball. So spielen wir." Trainer Emerse Faé lobte die stets prompte Reaktion nach Ballverlusten und meinte, der Zusammenhalt der Mannschaft mache ihn "wirklich glücklich".

Starke Konkurrenz

Doch der Weg zum vierten Triumph nach 1992, 2015 und 2024 ist noch weit für die Elefanten. Beim 35. Afrika-Cup setzten sich bislang ausnahmslos die Favoriten durch.

Von den jüngsten zehn Turniersiegern fehlt in der Runde der letzten Acht nur Sambia. Von den sieben Nationen mit zwei oder mehr Titeln sind nur die DR Kongo und Ghana nicht vertreten. Mali ist die einzige Nation im Viertelfinale ohne Titel.

Das Turnier geht jetzt erst richtig los. 

Das Viertelfinale hat es in sich
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