Der LASK bleibt weiter das Team der Stunde in der ADMIRAL Bundesliga. Nur wenige Tage nach dem umkämpften Cup-Finale marschieren die Linzer auch in der Liga unbeirrt weiter und setzen im Titelrennen das nächste Ausrufezeichen. Ganz anders läuft es für Salzburg: Die „Bullen“ bringen sich einmal mehr selbst um den Lohn und lassen einen sicher geglaubten Sieg in letzter Sekunde liegen.
Im Tabellenkeller wird es derweil immer enger. Altach rutscht nach der nächsten Niederlage wieder tief hinein in den Abstiegskampf, während der GAK mit einem klaren Erfolg ein wichtiges Lebenszeichen sendet. Und auch in Ried gibt es Grund zum Jubeln: Mit einem Derby-Sieg fixieren die Innviertler frühzeitig den Klassenerhalt und bleiben auf Play-off-Kurs.
Was wir mit diesen Tops und Flops machen? Wir sehen sie uns natürlich genauer an.
TOP – LASK marschiert nach Cup-Titel weiter - zum
Der LASK bleibt nach dem Cupsieg auf Kurs und unterstreicht seine Ambitionen im Titelrennen eindrucksvoll. Nur wenige Tage nach 120 intensiven Minuten im Finale gegen Altach präsentierten sich die Linzer beim 3:1 gegen Rapid erneut in starker Verfassung.
Dabei sah es zu Beginn noch danach aus, als könnte Rapid die Belastung ausnutzen. „Die ersten 15, 20 Minuten waren wir Passagier“, erklärte Trainer Dietmar Kühbauer. Doch mit dem Gegentor kippte die Partie und der LASK fand schnell zu seinem Spiel.
Mit zunehmender Dauer übernahmen die Oberösterreicher klar die Kontrolle. „Wir haben gewusst, dass wir da rauskommen und eine Schippe drauflegen“, meinte Kapitän Sascha Horvath, der selbst den Ausgleich besorgte. Spätestens nach dem Seitenwechsel war von Müdigkeit nichts mehr zu erkennen.
Auch im Finish ließ der LASK nicht nach und setzte damit ein klares Zeichen. „Wir haben nie aufgehört Fußball zu spielen“, betonte Lukas Jungwirth. Kühbauer sprach am Ende von „einem Sieg der Mentalität, des Willens, der Leidenschaft“.
FLOP – Altach nach Cup-Niederlage auch wieder im Abstiegskampf
Hier lief es genau anders herum: Für Altach folgt auf die Enttäuschung im Cup-Finale der nächste Rückschlag und der hatte es in sich. Die 1:4-Niederlage gegen den WAC zieht die Vorarlberger wieder voll in den Abstiegskampf hinein.
Dabei begann die Partie noch nach Plan. Altach ging früh durch Hrstic in Führung, verlor danach aber komplett den Zugriff auf das Spiel. Der WAC nutzte die Unsicherheiten konsequent aus und drehte die Partie noch vor der Pause.
Besonders bitter verlief der Abend für Keeper Dejan Stojanovic, der beim Ausgleich unglücklich aussah und kurz darauf erneut hinter sich greifen musste. Zur Pause musste er angeschlagen in der Kabine bleiben – ein Sinnbild für einen gebrauchten Tag der Altacher.
Nach dem Seitenwechsel gelang es dem SCRA nicht mehr, entscheidend zurückzukommen. Stattdessen sorgte der WAC mit zwei weiteren Treffern für klare Verhältnisse.
Mit dieser Niederlage wird es im Tabellenkeller wieder richtig eng. Zwischen Schlusslicht und Qualigruppen-Spitze liegen nur noch wenige Punkte. Auch Altach ist damit plötzlich wieder mittendrin im Kampf um den Klassenerhalt.
TOP – GAK mit Statement-Sieg gegen WSG
Der GAK setzt im Abstiegskampf ein deutliches Zeichen und meldet sich eindrucksvoll zurück. Mit einem klaren 4:0-Heimsieg gegen die WSG Tirol beenden die Grazer ihre sieglose Phase und verschaffen sich wieder etwas Luft nach unten.
Auffällig dabei: die Effizienz. Während die WSG in der Anfangsphase mehrere gute Möglichkeiten vorfand, nutzte der GAK seine wenigen Chancen eiskalt. Zwei Treffer vor der Pause durch Jacob Italiano und Mark Grosse stellten früh die Weichen auf Sieg.
Nach dem Seitenwechsel machte Grosse mit seinem zweiten Treffer alles klar, ehe Christian Lichtenberger den Schlusspunkt setzte. Vier Tore aus wenigen Abschlüssen – ein Auftritt, der vor allem eines war: extrem effizient.
Trainer Ferdinand Feldhofer brachte es auf den Punkt: „Wir wollten nicht in Schönheit sterben, sondern drei Punkte holen.“ Genau das gelang. Und mit diesem Sieg sendet der GAK ein wichtiges Signal im Kampf um den Klassenerhalt.
FLOP – Salzburg verspielt Sieg kurz vor Schluss
Red Bull Salzburg bringt sich im Titelrennen einmal mehr selbst um den Lohn. Beim 1:1 gegen Sturm Graz hatten die „Bullen“ das Spiel lange im Griff, verpassten es aber, frühzeitig alles klarzumachen und wurden in der Nachspielzeit bestraft.
Yorbe Vertessen hatte Salzburg verdient in Führung gebracht, danach ließ die Mannschaft mehrere gute Möglichkeiten auf das 2:0 liegen. Vor allem Sota Kitano hätte die Partie entscheiden können, zeigte sich im Abschluss aber nicht kaltschnäuzig genug.
So blieb Sturm im Spiel und schlug spät zu. In der 93. Minute nutzte Axel Kayombo eine Unachtsamkeit in der Salzburger Defensive und traf zum Ausgleich.
Für Trainer Daniel Beichler ist es ein bekanntes Muster: „Es waren viele bittere Momente, der heute tut besonders weh.“ Neben den vergebenen Chancen kritisierte er vor allem das Verhalten in der Schlussphase: Statt clever Zeit von der Uhr zu nehmen, spielte Salzburg einen Konter zu ungenau aus.
TOP – SV Ried fixiert Klassenerhalt
Die SV Ried hat ihr erstes großes Saisonziel erreicht. Mit dem 2:0-Erfolg im Oberösterreich-Derby gegen Blau-Weiß Linz sichern sich die Innviertler vorzeitig den Klassenerhalt und bleiben gleichzeitig klar auf Kurs Richtung Europacup-Play-off.
In einer intensiven und lange offenen Partie sorgte Ante Bajic nach knapp einer halben Stunde für die Führung. Auch danach blieb das Spiel auf Messers Schneide, ehe Kingstone Mutandwa in der Schlussphase per Elfmeter für die Entscheidung sorgte.
Damit baut Ried seine Serie auf vier Heimsiege in Folge aus und setzt sich an der Spitze der Qualifikationsgruppe ab. Der Vorsprung auf die Verfolger beträgt bereits fünf Punkte.
Trainer Maximilian Senft zeigte sich entsprechend erleichtert: „Der Klassenerhalt löst ganz große Freude und Erleichterung in mir aus.“ Gleichzeitig richtet sich der Blick bereits nach vorne: „Jetzt wollen wir unbedingt den ersten Platz in der Qualifikationsgruppe holen.“
