Dass das Urteil milder ausfiel als von den Verantwortlichen zunächst befürchtet, liegt paradoxerweise an einem Gegentreffer. Da Jamal Musiala den durch das Foul von Reitz an Nicolas Jackson verursachten Elfmeter verwandelte, entfiel laut Regelwerk der Tatbestand der "Verhinderung einer offensichtlichen Torchance" im strafverschärfenden Sinne. Das Tor galt als sportlicher Ausgleich für die entgangene Chance.
"Alternativlos": Schiedsrichter verteidigt Platzverweis
Vorausgegangen war eine umstrittene Szene, in der Reitz seinen Gegenspieler Jackson im Strafraum klammerte. Schiedsrichter Robert Schröder verteidigte die Entscheidung nach der Partie als regelkonform: "Da es ein Haltevergehen war, war regeltechnisch nichts anderes möglich als eine Rote Karte. Eine Reduzierung auf Gelb ist nur bei ballorientierten Vergehen vorgesehen."
Gladbach-Coach Eugen Polanski zeigte sich dennoch frustriert über die Regelauslegung und bezeichnete die Entscheidung unmittelbar nach dem Spiel als willkürlich.
Wichtige Personalie im Abstiegskampf
Für die Fohlen ist die kurze Sperrdauer ein Lichtblick im Tabellenkeller: Reitz wird zwar das richtungsweisende Heimspiel am kommenden Freitagabend gegen St. Pauli verpassen, dafür ist der Führungsspieler beim brisanten Nachbarschaftsduell gegen den 1. FC Köln am darauffolgenden Samstag wieder spielberechtigt.
