Bodenständig oder einfallslos? ÖFB-Profi Gregoritsch vor Rückkehr zum FC Augsburg

ÖFB-Teamspieler Michael Gregoritsch steht vor einer Rückkehr in die Bundesliga.
ÖFB-Teamspieler Michael Gregoritsch steht vor einer Rückkehr in die Bundesliga.ALEX NICODIM / NURPHOTO VIA AFP

Die Zeichen stehen auf Wiedersehen: Michael Gregoritsch steht kurz vor einer Rückkehr zum FC Augsburg. Nach übereinstimmenden Medienberichten wird der 31-jährige Stürmer am Montag zum Medizincheck bei den Fuggerstädtern erwartet. Doch ist Gregoritsch wirklich der Heilsbringer?

Gregoritsch ist in Augsburg kein Unbekannter. Zwischen 2017 und 2022 absolvierte er 129 Pflichtspiele für den FCA, erzielte dabei 31 Tore und bereitete acht weitere vor – mehr Einsätze als für jeden anderen Klub in seiner Karriere. Diese Vertrautheit mit Verein, Umfeld und Bundesliga kann in der Rückrunde ein großer Vorteil sein.

Nach seinem Sommerwechsel zu Bröndby IF kam Gregoritsch sportlich nicht richtig in Tritt. Meist nur Joker, erzielte er in der Liga wenige Treffer. Auch ein zwischenzeitlich diskutierter Wechsel zum FC Basel zerschlug sich.

Für den österreichischen Teamstürmer, der mit Blick auf die WM im Sommer dringend Spielpraxis braucht, ist eine Rückkehr in die Bundesliga der logische Schritt.

Wie Gregoritsch Augsburg helfen kann

Der FCA hat im Winter mit dem Abgang von Phillip Tietz zu Mainz 05 einen klassischen Mittelstürmer verloren.

Genau hier setzt Gregoritsch an: Er kennt die Liga, scheut keine Zweikämpfe und kann Bälle festmachen. Eine Qualität, die den Bayerischen Schwaben trotz nominell groß gewachsener Stürmer wie Tietz und dem momentan beim Afrika Cup weilenden Samuel Essende bislang abgegangen ist.

Ex-Trainer Sandro Wagner tröstet Noahkai Banks und Phillip Tietz (r.) nach der Niederlage gegen Dortmund.
Ex-Trainer Sandro Wagner tröstet Noahkai Banks und Phillip Tietz (r.) nach der Niederlage gegen Dortmund.FRANK HOERMANN / SVEN SIMON / AFP

Der 31-Jährige kann sowohl als Zielspieler als auch hängend agieren und verleiht dem Offensivspiel Variabilität, dazu bringt er Torgefahr bei Standards.

Nach Baum nun auch Gregoritsch zurück

Erste Reaktionen reichen von Vorfreude bis Skepsis: Viele begrüßen das Comeback des ehemaligen Publikumslieblings, andere kritisieren die Einfallslosigkeit der Augsburger Verantwortlichen. Doch vielleicht ist die "bodenständige" Lösung Gregoritsch genau das, was der FCA momentan braucht.

Nachdem im Sommer der große Umbruch vollzogen und mit Trainer Sandro Wagner eine neue fußballerische Ära eingeleitet werden sollte, scheiterte man in der Hinrunde an der Realität. Zunächst brachte die Rolle zurück das Wiedersehen mit Manuel Baum auf der Trainerbank, nun also wohl auch mit Gregoritsch als Torjäger.