Bundesliga Top XI – 25. Spieltag

TW – Maarten Vandevoordt (RB Leipzig)
Dass RB Leipzig die drei Punkte gegen den FC Augsburg behalten durfte, war am Ende vor allem einem Mann zu verdanken: Maarten Vandevoordt. In einer Partie, in der die Leipziger Defensive ungewohnte Lücken offenbarte, wuchs der Belgier über sich hinaus und hielt den Sieg mit einer Serie von Glanzparaden fest. "Ich hatte viel zu tun", gab er sich nach dem Spiel bescheiden, doch sein Trainer wusste genau, dass Vandevoordt an diesem Nachmittag die Lebensversicherung für die Champions-League-Ambitionen der Sachsen war.
IV – Robin Koch (Eintracht Frankfurt)
Nach seiner krankheitsbedingten Pause Ende Februar nähert sich der Kapitän wieder seiner Bestform an. Koch verlieh der Frankfurter Hintermannschaft die nötige Stabilität, um am Millerntor die Null zu halten. In einem von Taktik geprägten Spiel war er der Fels in der Brandung, der nicht nur durch Zweikampfstärke, sondern auch durch seine lautstarke Führung überzeugte.
Vuskovic schießt jetzt auch Elfmeter
IV – Luka Vušković (Hamburger SV)
Der kroatische Youngster unterstreicht weiterhin, warum er als eines der größten Defensivtalente Europas gilt. Beim wichtigen 2:1-Erfolg des HSV gegen den VfL Wolfsburg glänzte Vušković nicht nur in typischen Verteidiger-Disziplinen wie abgefangene Bälle und erfolgreiche Klärungsaktionen, sondern zeigte sich als Anführer des ganzen Klubs.
Durch clevere Offensivaktionen holte er zwei Elfmeter heraus, von denen er einen (mit etwas Glück) auch noch selbst verwandelte. Schon jetzt fällt es jedem HSV-Fan schwer, sich eine Zukunft ohne die Tottenham-Leihgabe vorzustellen.
IV – Nico Schlotterbeck (Borussia Dortmund)
Nach einer emotionalen Achterbahnfahrt im Klassiker gegen Bayern am letzten Wochenende zeigte Schlotterbeck beim 2:1 in Köln eine konzentrierte Reaktion. Trotz leichter Adduktorenprobleme, die ihn während der Partie plagten, biss er sich durch und organisierte die Abwehr in der hitzigen Schlussphase, als Köln in Überzahl auf den Ausgleich drängte. Sein Wille, nach der Kritik der Vorwoche voranzugehen, war deutlich spürbar.
LM – Olivier Deman (Werder Bremen)
Der Belgier war einer der Protagonisten beim fulminanten 4:1-Sieg der Bremer an der Alten Försterei. Sein Treffer war nicht nur ästhetisch wertvoll, sondern auch der verdiente Lohn für eine extrem laufintensive Leistung auf der linken Außenbahn. Ein weiteres Indiz dafür, dass der unter Horst Steffen nahezu ausgemusterte Außenspieler mit dem Vertrauen von Daniel Thioune im Rücken aufblüht.
Stage als Spieler des Spiels für Bremen
ZM – Joshua Kimmich (FC Bayern)
Nachdem er den BVB in der Vorwoche mit seinem Traumtor den entscheidenden Stoß versetzte, ließ Kimmich auch beim 4:1 gegen Borussia Mönchengladbach nichts anbrennen. Er diktierte das Tempo nach Belieben und agierte als verlängerter Arm von Trainer Vincent Kompany auf dem Feld. Mit der zehnten Meisterschaft vor Augen spielt Kimmich derzeit in einer eigenen Liga, was Spielintelligenz und strategische Dominanz betrifft.
ZM – Jens Stage (Werder Bremen)
Der Däne wurde nach der Demontage von Union Berlin völlig zurecht zum "Man of the Match" gekürt. Stage war der Motor im Bremer Mittelfeld, der jeden Grashalm pflügte und zudem die entscheidende Ruhe am Ball ausstrahlte. Und der statistische Arbeitsnachweis? Den Kunstschuss von Olivier Deman bereitete der 29-Jährige vor, Minuten später köpfte er nach einer Puertas-Ecke selbst ein.
RM – Alexander Prass (TSG Hoffenheim)
Der Österreicher erlebte in Heidenheim einen Nachmittag für die Geschichtsbücher. Mit seinem ersten Doppelpack in der Bundesliga ebnete Prass den Weg zum 4:2-Erfolg und festigte damit den dritten Tabellenplatz der TSG. Besonders sein tolles Tor zur Führung, bei dem er den Ball nach herrlicher Vorarbeit von Fisnik Asllani unter die Latte nagelte, wird in den Saisonrückblicken sicher häufiger zu sehen sein.
LF – Maximilian Beier (Borussia Dortmund)
Von den eigenen Fans oft kritisch beäugt, zeigte der Ex-Nationalspieler mal wieder seine Wichtigkeit für den BVB. Beier bereitete nicht nur das Führungstor durch Serhou Guirassy vor und holte den vorentscheidenden Platzverweis gegen den Kölner Simpson-Pusey heraus, sondern erzielte auch das enorm wichtige 2:0 selbst. Beier geht derzeit den nächsten Schritt in Sachen Reife und ist aus dem Dortmunder Angriffsspiel so nicht wegzudenken.
Diomandé wird immer teurer
ST – Nicolas Jackson (FC Bayern)
Während die Gerüchte um einen möglichen Wechsel zum AC Milan im Sommer an Fahrt aufnehmen, konzentriert sich die Chelsea-Leihgabe auf das Toreschießen. Gegen Gladbach bewies Jackson erneut. dass sein Tiefgang in Abwesenheit von Top-Torjäger Harry Kane eine neue Komponente im Spiel der Bayern sein kann. Wenn dann auch noch der Abschluss stimmt wie beim Schlusspunkt zum 4:1 gegen Gladbach, haben die Bayern-Fans viel Freude mit dem Senegalesen.
RF – Yan Diomandé (RB Leipzig)
Der junge Flügelstürmer setzt seinen kometenhaften Aufstieg fort. Als das Leipziger Spiel gegen Augsburg schon festzustecken schien, setzte er zum beherzten Solo an und wuchtete sich zum 1:1-Ausgleich. Diomandé ist aktuell die Lebensversicherung des Leipziger Offensivspiels und rechtfertigt seinen kolpotierten Transferwert von 100 Millionen Euro Woche für Woche mit hoher Spielfreude.
