Schlotterbeck hatte seinen Vertrag in der vergangenen Woche nach zähem Ringen bis 2031 verlängert. Laut Medienberichten beinhaltet die Vereinbarung aber eine Ausstiegsklausel für bestimmte Klubs, die bereits im Sommer greift. "Du hast jetzt einen Topspieler – aber mit eingebauter Exit-Strategie. In solchen Konstellationen gibt es oft keinen echten Gewinner", sagte Kohler.
Der 26-jährige Schlotterbeck, den der BVB nun zu einem Topverdiener gemacht hat, habe "alle Voraussetzungen für einen internationalen Topspieler und auch für eine Führungsrolle", brauche aber vor allem Konstanz: "Wenn er die schafft, kann er ein Abwehrchef auf höchstem Niveau werden."
Kohler versteht Pfeifkonzert nicht
Beim Heimspiel gegen Bayer Leverkusen (0:1) am Samstag, dem ersten nach Bekanntgabe der Vertragsverlängerung, war Schlotterbeck von einigen Fans ausgepfiffen worden. Dies hatten die Dortmunder Verantwortlichen und Mitspieler bereits kritisiert, auch Kohler (60) kann dem nichts abgewinnen.
"Ich verstehe den Frust, aber in kritischen Phasen braucht ein Spieler Unterstützung – keine zusätzliche Unruhe. Am Ende hilft das weder ihm noch der Mannschaft", sagte er.
