Zuletzt hatte es jedoch Kritik an Kovac gegeben, nachdem der BVB lediglich vier der vergangenen zehn Pflichtspiele gewonnen hatte. Unentschieden in der Liga beim Hamburger SV oder in Freiburg und in der Champions League gegen den FK Bodö/Glimt hatten für Diskussionen gesorgt, dazu war Borussia Dortmund im Achtelfinale des DFB-Pokals gegen Bayer Leverkusen ausgeschieden.
Kein Taktik-Revolutionär
"Die Partien, die wir nur remis gespielt haben, hätten wir in der Vergangenheit verloren. Speziell in Hinrunden", merkte Sammer derweil an. Er nahm Kovac in Schutz. "Weder Ottmar Hitzfeld, Jupp Heynckes noch Carlo Ancelotti gehörten zu der Kategorie Trainer, die den Fußball mit ihrem Stil außergewöhnlich geprägt haben. Aber sie waren sehr erfolgreich. Und das ist das Wesentliche. Wir sollten sehen, was Niko faktisch verbessert hat: weniger Gegentore, mehr erzielte Tore. Bessere Körperlichkeit, besserer Geist."

Kovac hatte in der Vorsaison Nuri Sahin als BVB-Coach beerbt und den Verein nach einem Fehlstart noch in die Königsklasse geführt. Nach Sammers Ansicht ist jedoch noch mehr drin: "Im Moment ist Dortmund sicher gut genug, um in der Meisterschaft unter die ersten Vier zu kommen. Ich glaube aber auch, dass wir die Begeisterung, die Freude und das Unbequeme schaffen könnten, um auf das 'i' ein Pünktchen stellen zu können."
