Salzburg fordert die Austria im 50. ÖFB Frauen Cupfinale

Duell auf Augenhöhe
Duell auf AugenhöheÖFB / Lea Herold

Red Bull Salzburg und die Wiener Austria bestreiten am Donnerstag das 50. ÖFB Frauen Cupfinale. Als Austragungsort dient das neue Stadion des Wiener Sportclub. Mit mehr als 3.200 Fans wird zudem ein neuer Zuschauerrekord aufgestellt.

Drei Tage vor dem Jubiläumsfinale zwischen den Frauenteams von Red Bull Salzburg und der Wiener Austria in Wien-Hernals steht bereits fest, dass der aktuelle Zuschauerrekord vom ÖFB Frauen Cupfinale von 2024 in Wiener Neustadt mit 2.300 Fans übertroffen werden wird, denn für das Finale am Donnerstag wurden im Vorfeld bereits knapp mehr als 3.200 Tickets abgesetzt.

Zum Matchcenter: RB Salzburg - Austria Wien

„Die Vorfreude ist riesengroß und es erfüllt uns auch mit Stolz, dass mit dem 50. Finale so ein historisches Spiel vor uns steht. Es liegt bereits eine besondere Geschichte hinter uns und ich möchte an dieser Stelle auch die vielen Pionierinnen des Frauenfußballs erwähnen, die den Frauenfußball auf die Ebene gestellt haben, auf der wir heute sind. Wir haben den Zuschauerrekord bereits geknackt, dennoch hoffen wir auf noch viele weitere Fans am Donnerstag“, freut sich Isabel Hochstöger, Leiterin Frauen- und Mädchenfußball im ÖFB, im Rahmen der Finalisten-Pressekonferenz auf das 50. Cup-Endspiel.

 

 

Newcomer gegen Final-Dauergast

Mit dem Duell zwischen dem FC Red Bull Salzburg und dem FK Austria Wien kommt es zudem zu einer Premieren-Paarung im Finale. Für die neugegründeten Salzburgerinnen ist es im ersten Anlauf die erste Finalteilnahme der noch jungen Geschichte, die Austria steht nach 2024 und 2025 zum dritten Mal in Serie im Endspiel.

„Beide Teams haben sich diesen Finaleinzug mehr als verdient. Das letzte Duell in der Liga vor wenige Wochen hat schon gezeigt, wie eng es zugehen kann. Salzburg hat mit dem Last-Minute-Einzug in das Meister-Playoff in der ADMIRAL Frauen Bundesliga sicherlich viele überrascht, die Austria wiederum nicht nur national heuer für tolle Performances und Momente gesorgt. Wir erwarten ein sportlich hochkarätiges aber auch ein emotional mitreißendes Finale am Donnerstag“, blickt Nina Potz, Ligamanagerin der ADMIRAL Frauen Bundesliga, auf die Premiere am Sport-Club-Platz, der heuer erstmalig Austragungsort des Finales ist. 

 

 

Mit der richtigen Haltung zum Sensationssieg

Dusan Pavlovic, Trainer FC Red Bull Salzburg, sieht in der Außenseiterrolle seines Teams nicht als Nachteil vor dem größten Spiel der noch jungen Vereinshistorie: "Wir wissen, dass die Austria viel Qualität und Erfahrung hat. Gleichzeitig haben wir gezeigt, dass wir konkurrenzfähig sein können. Für mich gibt es nur eine entscheidende Sache und das ist, welche Haltung ein Team auf dem Platz zeigt. Das sehe ich als unsere Chance. Ein Cup-Sieg wäre für den Frauenfußball in Salzburg und den Verein ein besonderer Moment."

Lucia Orkic, Kapitänin FC Red Bull Salzburg, zum bevorstehenden Debüt ihres Teams im Finale: "Wir haben bisher eine super Saison gespielt und uns mit dem Einzug in das Finale belohnt. Uns ist bewusst, dass wir gegen das Top-Team der Liga antreten müssen und welche Qualitäten sie haben. Es wird ein extrem besonderes Spiel für uns. Es ist gut zu wissen, dass wir in der Liga zuletzt ein Spiel auf Augenhöhe gestalten konnten. Aber die Karten werden neu gemischt. Wir werden alles geben."

 

 

Favoritenrolle als Privileg für den ersten Titel

Stefan Kenesei, Trainer des FK Austria Wien, nimmt hingegen die Favoritenrolle seines Teams gerne an: "Wir wehren uns nicht gegen die Favoritenrolle und haben das klare Ziel, den Titel zu gewinnen und nicht nur im Finale stehen. St. Pölten war in den beiden vergangenen Jahren auch der verdiente Sieger, doch wir konnten daraus lernen und wir wissen, dass wenige Situationen so ein Finale entscheiden können. Die Stimmung unserer Fans war in den beiden Vorjahren schon wie bei einem Heimspiel." 

Carina Wenninger, Kapitänin FK Austria Wien, findet vor dem Finale lobende Worte für ihr Team: "Wir haben super Charaktere und viel Qualität im Team und sind KO-Spiele in dieser Saison ein stückweit gewohnt. Wir wollen diesen Titel für den Verein und unsere Fans unbedingt holen. Druck ist ein Privileg und bedeutet, dass wir etwas Großes gewinnen können. Wir sind fleißig, verfolgen einen klaren Plan und es gilt der volle Fokus auf Donnerstag."