"Ich habe mir immer gewünscht, eines Tages zurückzukehren", sagte Pavel Kadeřábek mit Blick auf die Rückkehr in seine Heimat. Bei seinem Stammverein Sparta Prag fühlt sich der 48-fache Nationalspieler pudelwohl: "Jetzt bin ich wieder einer Kabine, wo tschechischer Humor gepflegt wird. Darauf habe ich mich gefreut, da fühle ich mich einfach wohl."
Nach einigen Verletzungssorgen hat sich der Außenverteidiger mittlerweile in die Startelf des Rekordmeisters zurückgekämpft "Ich hatte keine übertriebenen Erwartungen. Ich war vor allem froh, die Möglichkeit zu haben, nach Hause zurückzukehren", so Kadeřábek: "Das Wichtigste war, wieder für den Verein zu spielen, den ich seit meiner Kindheit liebe."

Seitdem er sich 2015 aus Prag verabschiedet hat, um sich für eine Ablösesumme von 3,5 Millionen Euro der TSG Hoffenheim anzuschließen, habe sich bei Sparta vieles verändert. Das Niveau habe "ein neues Level" erreicht: "Zum Beispiel im Marketing – das ist unglaublich. Wie sich die Leute aus dem Klub um uns kümmern, welche Möglichkeiten wir haben." Mittlerweile herrsche im Verein ein "unglaublicher Luxus."
Dass mittlerweile deutlich mehr Legionäre im Kader stehen als früher und in der Kabine nicht Tschechisch gesprochen wird, ist für Kadeřábek kein Problem: "Das kommt mir jetzt gar nicht mehr ungewöhnlich vor. Ich kann die ausländischen Jungs jetzt sogar besser verstehen und mich in sie hineinversetzen."
Kadeřábek von Hoffenheim "begeistert"
Auch den aktuellen Erfolgslauf von Hoffenheim hat der 33-jährige Routinier mitbekommen. Die Kraichgauer liegen in der Bundesliga auf dem dritten Tabellenplatz und kämpfen überraschenderweise um einen Platz in der UEFA Champions League. "Ich freue mich für sie, weil ich es ihnen wirklich vergönne", so Kadeřábek, der insgesamt 287 Pflichtspiele für die TSG absolviert hat.
Nach insgesamt zehn Jahren in Deutschland sei ihm "der Klub ans Herz gewachsen." Ursprünglich habe er gedacht, nur zwei oder drei Jahre in Sinsheim zu bleiben: "Erst mit der Zeit habe ich gemerkt, dass es mir bei Hoffenheim gefällt, dass ich mich dort wohlfühle."
Obwohl er nach dem Umbruch im Sommer "viele Spieler nicht mehr kennt", verfolgte er die Geschehnisse intensiv und drückt seinem Ex-Klub die Daumen. Anfang des Jahres wurde er vom Verein offiziell verabschiedet, anschließend verfolgt er den 1:0-Heimsieg gegen Leverkusen von den Zuschauerrängen aus: "Als ich gesehen habe, wie gut es läuft, war ich begeistert."

Den Erfolgslauf der Hoffenheimer habe "wohl niemand erwartet. Aber als ich gesehen habe, wie sie Fußball spielen, welche jungen Spieler gekommen sind, mit welcher Energie sie auftreten, war mir klar, dass alles zusammenpasst. Hut ab! Ich hoffe, sie schaffen es in die Top Vier und wir sehen sie nächstes Jahr in der Champions League."
