Kwasniok über El Mala: "Willen, sich zu verbessern" – "Immer wieder Wahnsinn"

Said El Mala bejubelt seinen Last-Minute-Treffer für den 1. FC Köln bei Werder Bremen.
Said El Mala bejubelt seinen Last-Minute-Treffer für den 1. FC Köln bei Werder Bremen.ČTK / imago sportfotodienst / Eibner-Pressefoto/Max Vincen

Said El Mala bekam am linken Flügel den Ball, die Fans des 1. FC Köln raunten erwartungsvoll. Und El Mala zog nach innen, der Shootingstar zog mit dem rechten Fuß ab, der Ball wurde noch abgefälscht, landete aber im Tor - und der FC holte bei Werder Bremen nach einer lange schwachen Vorstellung doch noch einen Punkt. Dank Teenie El Mala.

"Dass Said den Unterschied machen kann", sagte Trainer Lukas Kwasniok über seinen Wunderknaben, sei ja "allseits bekannt". Ihn selber beeindruckt etwas anderes an dem Talent, dass zuletzt von Bundestrainer Julian Nagelsmann sogar zur Nationalmannschaft gerufen wurde. "Wichtig ist, dass er trotzdem den Willen hat, sich zu verbessern. Und den hat er", sagte Kwasniok nach dem 1:1 (0:1) bei Werder.

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Der 44-Jährige erinnerte aber auch daran, dass El Mala "ein, zwei, dreimal den Ball zu häufig verloren" habe. Doch er erzwang sein Glück und erlöste sein Team in der Nachspielzeit. "Bewundernswert", sagte Kwasniok, sei die "Tatsache, dass er gar nicht darüber nachdenkt und dann beim nächsten Mal wieder in dieses Duell geht."

Und so machte El Mala wieder einmal den Unterschied für die Kölner, mit nun fünf Saisontreffern ist der Tempodribbler gemeinsam mit Jakub Kaminski der beste Torschütze beim FC. "Wenn er in diese Duelle geht, ist er schwer zu verteidigen", sagte Kwasniok: "Und deswegen sind wir happy, dass wir ihn bei uns haben."

El Mala: "Immer wieder Wahnsinn"

Nach seinem nächsten Treffer rannte Shootingstar Said El Mala direkt zu den rund 4500 mitgereisten Fans des 1. FC Köln - und genoss den Jubel der Anhänger. "Es ist immer wieder Wahnsinn, vor unseren Fans ein Tor zu machen", sagte der Teenie nach seinem Treffer in der Nachspielzeit im Klub-TV.

El Mala und die Fans mussten lange zittern, fast hätten sie die dritte Niederlage in Serie kassiert - doch dann bekam der 19-Jährige an der linken Seite den Ball, zog nach innen und erlöste mit seinem abgefälschten Schuss die Kölner. "Natürlich wünscht man sich, dass es schon früher klappt, aber solange es am Ende klappt und das eine unserer Waffen ist, warum nicht?", sagte El Mala.

In der ersten Halbzeit hatten sich El Mala und Co. schwer getan, nach der Pause und einigen Umstellungen lief es dann deutlich besser. "Und ich glaube, das war dann irgendwann nur eine Frage der Zeit, wann dann das Tor passiert", sagte der Aufsteiger, der in der Bundesliga erstmals über 90 Minuten auf dem Platz stand. Die Bilanz des Kölner Hoffnungsträgers: Zwölf Partien, fünf Tore und zwei Assists.