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Mehr Spielfluss und neuer VAR: Diese Regeln gelten ab sofort in der ADMIRAL Bundesliga

Sebastian Gishamer im Gespräch mit Sasa Kalajdzic
Sebastian Gishamer im Gespräch mit Sasa KalajdzicČTK / imago sportfotodienst / IMAGO

Mit dem Start der ADMIRAL Bundesliga-Saison 2026/27 gelten mehrere Neuerungen im Regelwerk. Der Fokus liegt auf der Bekämpfung von Zeitspiel und einem flüssigeren Spielablauf. Zudem werden die Einsatzmöglichkeiten des Video Assistant Referee erweitert.

Pünktlich zum Bundesliga-Saisonauftakt zwischen dem LASK und dem GAK treten mehrere Anpassungen der IFAB-Spielregeln in Kraft. Der ÖFB setzt die Änderungen gemeinsam mit den übrigen UEFA-Mitgliedsverbänden einheitlich um.

Im Mittelpunkt stehen Maßnahmen, die die effektive Spielzeit erhöhen sollen. Nach der bereits eingeführten Acht-Sekunden-Regel für Torhüter werden nun auch Einwürfe, Abstöße und Auswechslungen strenger überwacht.

Bei absichtlich verzögerten Einwürfen oder Abstößen startet der Schiedsrichter einen Fünf-Sekunden-Countdown. Ist der Ball danach noch nicht im Spiel, wechselt der Ballbesitz – bei einem Einwurf erhält der Gegner den Einwurf, bei einem Abstoß wird auf Eckball entschieden.

Auch Auswechslungen werden künftig zeitlich begrenzt. Nach der Freigabe durch den Schiedsrichter muss der auszuwechselnde Spieler das Feld innerhalb von zehn Sekunden verlassen. Andernfalls darf der Ersatzspieler erst bei der nächsten Spielunterbrechung nach Ablauf einer Minute eingewechselt werden.

Neu ist außerdem eine Ein-Minuten-Regel bei Verletzungen. Muss das Spiel wegen einer Verletzung unterbrochen werden, darf die betroffene Spielerin oder der betroffene Spieler grundsätzlich erst eine Minute nach Wiederaufnahme des Spiels zurückkehren. Ausnahmen gelten unter anderem für Torhüter oder nach schweren Fouls, die zu einer Verwarnung oder einem Feldverweis geführt haben.

VAR darf künftig mehr Situationen überprüfen

Auch das VAR-Protokoll wird erweitert. Künftig können Videoassistenten unter anderem offensichtliche Fehlentscheidungen bei Eckbällen überprüfen. Wird irrtümlich auf Abstoß entschieden, obwohl der Ball zuletzt vom verteidigenden Team berührt wurde, kann der VAR eingreifen. Die umgekehrte Konstellation – einen fälschlich gegebenen Eckball in einen Abstoß umzuwandeln – sieht das Protokoll allerdings nicht vor.

 

 

Darüber hinaus darf der VAR künftig auch eingreifen, wenn eine Rote Karte aufgrund einer klar irrtümlich verhängten zweiten Gelben Karte ausgesprochen wurde oder wenn Gelbe beziehungsweise Rote Karten dem falschen Spieler gezeigt werden.

Ebenfalls überprüfbar sind künftig bestimmte Vergehen vor der Ausführung eines Freistoßes oder Eckballs, sofern daraus später ein Tor, ein Strafstoß oder ein Feldverweis resultiert.

Keine Änderung beim „Mundbedecken“

Nicht übernommen wurde hingegen eine bei der Fußball-WM diskutierte Auslegung. Das bewusste Bedecken des Mundes während der Kommunikation auf dem Spielfeld gilt in den österreichischen Bewerben – anders als zeitweise international diskutiert – nicht als feldverweiswürdiges Vergehen.

Nach Angaben des ÖFB sollen die Regeländerungen vor allem dazu beitragen, den Spielfluss zu verbessern, Unterbrechungen zu verkürzen und den Video Assistant Referee gezielter einzusetzen.