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Saisonvorschau: ADMIRAL Bundesliga 2026/27 – Worauf sich Fans freuen dürfen (Teil 1)

Große Kulisse: Austria Lustenau ist zurück in der Bundesliga.
Große Kulisse: Austria Lustenau ist zurück in der Bundesliga.ČTK / imago sportfotodienst / Philipp Imhof

Die Sommerpause ist vorbei, die Vorfreude steigt: Am kommenden Wochenende startet die ADMIRAL Bundesliga in die Saison 2026/27. Doch welche Klubs sind bereit für den Sprung nach vorne, wo gibt es die größten Fragezeichen und wer darf auf eine erfolgreiche Spielzeit hoffen?

 

 

Austria Lustenau – Comeback mit neuem Stadion

Der SC Austria Lustenau ist zurück in der Bundesliga – und will dieses Mal länger bleiben. Der Aufsteiger bringt viel Euphorie mit, die durch das neue Stadion zusätzlich befeuert wird. Trainer Markus Mader kennt die Aufgabe bestens, schließlich führte er die Vorarlberger bereits vor wenigen Jahren ins Oberhaus. Zwar schmerzen die Abgänge der Offensivkräfte Jack Lahne, Mame Wade und Amine Bouchenna, doch mit Albin Gashi wurde ein torgefährlicher Neuzugang verpflichtet.

Große Hoffnungen ruhen außerdem auf Routinier Domenik Schierl im Tor und Kapitän Matthias Maak. Sie sollen der jungen Mannschaft Stabilität verleihen. Fraglich bleibt allerdings, ob der Kader bereits über genügend Qualität für die Bundesliga verfügt. Wenn es der Austria gelingt, ihre Heimstärke im neuen Stadion auszuspielen, ist der Klassenerhalt dennoch realistisch.

Flashscore-Tipp: Platz 11

 

 

WSG Tirol – Der große Ausverkauf

Bei der WSG Tirol blieb im Sommer kaum ein Stein auf dem anderen. Zahlreiche Stammspieler verließen den Verein, sodass Trainer Philipp Semlic praktisch eine neue Mannschaft formen muss. Mit Valentino Müller verlor die WSG nicht nur ihren Kapitän, sondern ihren wichtigsten Taktgeber. Auch in der Defensive gab es einen größeren Umbruch.

Vor allem die Offensive macht Hoffnung: Nikolai Baden Frederiksen zählt trotz seiner kurzen Zeit in Tirol zu den gefährlichsten Stürmern der Liga, während Husein Balic und Thomas Sabitzer für Erfahrung und Tempo sorgen sollen. Im Tor erhält der erst 19-jährige Salko Hamzić die Chance, sich auf Bundesliganiveau zu beweisen. Entscheidend wird jedoch sein, wie schnell sich die zahlreichen Neuzugänge finden. Andernfalls droht erneut ein zäher Kampf gegen den Abstieg.

Flashscore-Tipp: Platz 12

 

In der vergangenen Saison schafften die Altacher den Einzug ins Finale des ÖFB-Cups.
In der vergangenen Saison schafften die Altacher den Einzug ins Finale des ÖFB-Cups.ČTK / imago sportfotodienst / LUKA KOLANOVIC

 

SCR Altach – Der Blick nach vorne

Nach dem Einzug ins ÖFB-Cup-Finale und einer insgesamt überzeugenden Saison möchte der SCR Altach den nächsten Schritt machen. Erstmals seit Jahren scheint der Blick nicht mehr ausschließlich nach unten, sondern auch in Richtung Meistergruppe gerichtet zu sein. Trainer Ognjen Zaric kann auf den Großteil seiner Stammelf zurückgreifen und baut weiterhin auf eine der stabilsten Defensiven der Liga.

Torhüter Dejan Stojanović, Kapitän Lukas Jäger und Mittelfeldmotor Mike-Steven Bähre bilden das Gerüst der eingespielten Mannschaft. In der Offensive besteht allerdings noch Verbesserungspotenzial. Bei Neuzugang Marko Raguz hofft Altach, dass der Stürmer nach schwierigen Jahren wieder an frühere Leistungen anknüpfen kann. Gelingt das, könnten die Vorarlberger tatsächlich erstmals seit langer Zeit wieder um die Top sechs mitspielen.

Flashscore-Tipp: Platz 6

 

 

Grazer AK – Rotjacken im Hype

Der GAK startet voller Optimismus in seine dritte Bundesliga-Saison nach dem Aufstieg. Nachdem der Klassenerhalt in den beiden vergangenen Jahren jeweils hart erkämpft werden musste, wollen die Grazer diesmal früher für klare Verhältnisse sorgen. Mit Cican Stankovic wurde die Torhüterposition prominent verstärkt und Peter Michorl soll dem Offensivspiel mehr Struktur verleihen.

Gleichzeitig schmerzt der Abgang von Topscorer Ramiz Harakate, dessen Tore ersetzt werden müssen. Zwar verfügt Trainer Ferdinand Feldhofer über einen breiteren und ausgewogeneren Kader als noch im Vorjahr, dennoch bleiben vor allem im Angriff Fragezeichen. Wenn es den Neuzugängen gelingt, rasch Verantwortung zu übernehmen, sollte der GAK diesmal etwas weniger mit dem Abstiegskampf zu tun haben.

Flashscore-Tipp: Platz 9

 

Spielplan Wolfsberger AC
Spielplan Wolfsberger ACFlashscore

 

Wolfsberger AC – Abstiegskampf adé?

Nach einer enttäuschenden Vorsaison will der Wolfsberger AC vor allem eines vermeiden: erneut bis zum Schluss gegen den Abstieg kämpfen zu müssen. Nach einer kompletten Sommervorbereitung unter Trainer Thomas Silberberger soll mehr Stabilität einkehren. Zwar hat der WAC mit Dejan Zukic, Dominik Baumgartner und Erik Kojzek mehrere prägende Figuren verloren, dafür wurde der Kader aber gezielt mit erfahrenen Bundesligaspielern verstärkt. 

In der Defensive sollen Kapitän Nicolas Wimmer und Neuzugang Raffael Behounek für Ordnung sorgen. Im Angriff werden Donis Avdijaj und Giacomo Vrioni eine wichtige Rolle spielen. Der Wolfsberger AC verfügt über genügend Qualität, um sich frühzeitig von den Abstiegsplätzen fernzuhalten. Für ganz oben dürfte es aber nicht reichen.

Flashscore-Tipp: Platz 8

 

Ex-Ried-Coach Maximilian Senft steht nun beim Karlsruher SC an der Seitenlinie.
Ex-Ried-Coach Maximilian Senft steht nun beim Karlsruher SC an der Seitenlinie.ČTK / imago sportfotodienst / HMB Media/Yannis Dreimann

 

SV Ried – Routine trifft Talent

Nach einer starken Aufstiegssaison möchte sich die SV Ried nun nachhaltig in der Bundesliga etablieren. Mit Mario Despotović hat der Verein einen neuen Trainer verpflichtet, der dem Spiel der Innviertler mehr Variabilität verleihen soll. Wie bereits unter Maximilian Senft zu sehen, sollen die Zeiten des kompromisslosen Rieder Ergebnisfußballs vorbei sein. Stattdessen möchten die Wikinger mutiger auftreten. 

Allerdings müssen die Oberösterreicher den Abgang von Torjäger Kingstone Mutandwa und Abwehrchef Nikki Havenaar verkraften. Dafür bringen Neuzugänge wie Stefan Schwab oder Lukas Malicsek reichlich Bundesliga-Erfahrung mit. Kapitän Andreas Leitner sorgt weiterhin für Stabilität im Tor, während im Angriff vor allem die jungen Neuzugänge in die Bresche springen müssen. Wenn Ried den Spagat zwischen spielerischer Entwicklung und der gewohnten Defensivstärke schafft, dürfte der Klassenerhalt keine allzu große Zitterpartie werden.

Flashscore-Tipp: Platz 10

Im zweiten Teil der Saisonvorschau haben wir die Klubs der letztjährigen Meistergruppe unter die Lupe genommen – hier geht's zum Artikel.