Morgalla antwortet spät: Hertha verspielt Heimsieg gegen Bochum

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Cuisance kam mit der Hertha gegen Bochum nicht über ein 1:1 hinaus.
Cuisance kam mit der Hertha gegen Bochum nicht über ein 1:1 hinaus.Foto von ANDREAS GORA / DPA / DPA PICTURE-ALLIANCE VIA AFP

Für Hertha BSC werden die Hoffnungen auf eine Rückkehr in die Fußball-Bundesliga immer unwahrscheinlicher. Die Berliner kamen am Samstagabend im Olympiastadion nicht über ein 1:1 (1:0) gegen den VfL Bochum hinaus.

Der eingewechselte Leandro Morgalla (90.+1) verhinderte in der Nachspielzeit den dritten Berliner Sieg in Folge. Geburtstagskind Dawid Kownacki hatte die Gastgeber kurz vor der Pause per Foulelfmeter in Führung gebracht (45.), nachdem er den Strafstoß an seinem 29. Geburtstag selbst herausgeholt hatte.

In der Tabelle bleibt Hertha trotz des Punktverlusts auf Rang sechs und kommt nun auf 41 Punkte. Der Rückstand auf Relegationsrang drei, den derzeit die SV Elversberg belegt, beträgt bereits sieben Punkte. „Nach dem Paderborn-Spiel war dieses Ziel für mich nicht mehr erreichbar. Jetzt leben wir nur noch im Konjunktiv, was passiert, wenn", äußerte sich Herthas Trainer Stefan Leitl nach dem Spiel. Bochum verbessert sich derweil mit 33 Punkten und rangiert weiter im gesicherten Tabellenmittelfeld.

Zum Match-Center: Hertha BSC vs. VfL Bochum

Kownacki bringt die Führung, Bochum hat das letzte Wor

Die Partie bot zunächst nur wenige klare Chancen. Nach einem Abspielfehler von Noah Loosli schaltete Michael Cuisance schnell um und bediente Josip Brekalo, dessen Schlenzer aus rund 15 Metern jedoch über das Tor ging (25.). Auf der Gegenseite setzte sich Michal Karbownik gegen Matus Bero und Maximilian Wittek durch und legte für Kownacki ab, der aus etwa acht Metern das Tor aber verfehlte (31.).

Dann brachte Loosli Kownacki zu Fall. Der Gefoulte blieb vom Punkt eiskalt: Kownacki verlud Bochums Torhüter Timo Horn und schob den Ball ins linke Eck – es war sein erster Treffer nach zuvor acht Spielen ohne Tor.

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Die Gastgeber verteidigten die knappe Führung nach dem Seitenwechsel konzentriert. Mit zunehmender Spieldauer erhöhte Bochum aber den Druck - und belohnte sich kurz vor Schluss: Innenverteidiger Morgalla war nach einer Ecke per Kopf zur Stelle.

„Ich finde schon, dass wir das bessere Team waren, speziell in der ersten Hälfte. In der zweiten Hälfte waren wir nicht mehr ganz so frisch. Die Wechsel, die wir vornehmen wollten, haben nicht ganz den Effekt gehabt, dass wir für mehr Entlastung sorgen konnten. Trotzdem fühlt es sich sehr bitter an, kurz vor Schluss nach einem Standard noch den Ausgleich zu kassieren. Wir haben dann noch einmal alles versucht, um Größe reinzubekommen, weil wir wussten, was kommt. Aber wir haben den zweiten Ball nicht gut verteidigt und dann leider das 1:1 bekommen" sagte Leitl nach Abpfiff.