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Pack ma's! Bayern eröffnen Triple-Jagd – Kompany startet bei "null Titeln"

Vincent Kompany und die Bayern eröffnen am Freitag die Bundesliga-Saison.
Vincent Kompany und die Bayern eröffnen am Freitag die Bundesliga-Saison.MALTE OSSOWSKI/SVEN SIMON / DPA PICTURE-ALLIANCE VIA AFP

Vorab-Gratulationen zur 36. deutschen Fußball-Meisterschaft? Uli Hoeneß schüttelte abwehrend den Kopf. "Nein, nein." Aber eine kleine Drohung an die abgehängte Konkurrenz, die seinen FC Bayern selbst mit dem berühmten Hoeneß-Fernglas nur noch schemenhaft zu erkennen vermag, konnte sich der Münchner Patron vor dem Kracherstart der 64. Bundesliga-Saison dann doch nicht verkneifen.

"Eines ist klar", sagte Hoeneß im Interview mit RTL und Sky: "Dass wir weiterhin eine sehr, sehr gute Mannschaft haben." Mit den Superstars Harry Kane und Michael Olise an der Spitze, und mit Top-Zugängen wie Nationalspieler Nathaniel Brown oder der "kleinen Bombe" (Hoeneß) Ismael Saibari. "Wir haben genau die Lücken ergänzt, die wir sahen", schwärmte Hoeneß.

Wer also soll den FC Übermacht, der selbstbewusst das Triple als Ziel ausgerufen hat, nur stoppen? Die Bayern selbst? "Diesen Flow" aus der Vorsaison jedenfalls, warnte Max Eberl vor der Pokalfinal-Revanche gegen den VfB Stuttgart am Freitag (20.30 Uhr/Sat.1 und Sky), müsse sich die Mannschaft erst wieder "erarbeiten", sie dürfe "nichts als selbstverständlich nehmen, das ist die Herausforderung". Wer sie meistere, könne "den Rückenwind für etwas Großes" entstehen lassen.

Musiala fehlt zum Auftakt

Den Champions-League-Triumph hat Trainer Vincent Kompany höchstpersönlich als Ziel ausgegeben. Seine Elf, sagte er, könne "vielleicht sogar noch besser" werden. Aber: "In meinem Kopf habe ich null Titel und muss wieder alles zeigen. Das ist kein Stress, sondern Motivation."

Zum Match-Center: FC Bayern vs. VfB Stuttgart

Der VfB als kniffliger Auftaktgegner, mit dem Kompany neben einem "starken Dortmund" als Konkurrent rechnet, kommt da gerade recht. "Das Spiel wird schwierig, aber das gibt uns die nötige Schärfe", sagte der Coach, der kaum Sorgen hat. Der Kader ist nach zahlreichen Verkäufen weitgehend bereinigt, Lennart Karl wieder dabei. Und Jamal Musiala? "Jamal geht es grundsätzlich gut", sagte Kompany, der Zauberfuß trainierte am Donnerstag wieder voll mit und werde "irgendwann" auch wieder spielen - aber noch nicht gegen Stuttgart.

Die 36. Meisterschaft, davon 35 seit der Bundesliga-Gründung 1963 errungen, hätte für den Klub eine besondere Bedeutung. "Damit", sagte Präsident Herbert Hainer, "wären wir zusammen mit Juventus Turin und Real Madrid in den Top-5-Ligen Rekordhalter."

Der Vergleich mit dem europäischen Fußball-Adel ist kein Zufall, die Bundesliga scheint den Bayern längst zu klein geworden zu sein. Ob Kompany, Vorstandschef Jan-Christian Dreesen oder Hainer - alle sprechen vom großen Traum Henkelpott.

Hoeneß sieht "großen Unterhaltungswert"

Torgarant Kane unterstrich die Ambitionen nach dem Erfolg im Franz-Beckenbauer-Supercup in Dortmund (2:1). "Natürlich wollen wir die Champions League gewinnen", sagte er, das "Titelchen" beim BVB sei nur "die erste von vier Trophäen".

Dass diese Gier nicht mehr durchweg als Arroganz missverstanden wird, schreibt Dreesen vor allem Kompany zu. "Wir haben einen Trainer und eine Spielphilosophie, der und die Freude macht. Das wird anerkannt." Auch Hoeneß schwärmte: "Seitdem wir den Kompany haben, ist es purer Genuss, weil wir auch beim 3:0 noch das vierte, fünfte, sechste schießen wollen. Das ist großer Unterhaltungswert."

Die Liga schaut staunend zu. Zumindest der VfB hat sich aber vorgenommen, die Bayern zu "ärgern", wie Trainer Sebastian Hoeneß betonte: "Es ist das erste Spiel, alle schauen drauf, es wird weltweit übertragen - das ist eine wunderbare Bühne, um genau diesen Mut wieder an den Tag zu legen. Und das werden wir tun." Nix da also mit Vorab-Gratulationen.

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