Kompany erhält am Samstag in München beim "Bayerischen Sportpreis" den persönlichen Preis des Ministerpräsidenten. Söder würdigte Kompany als "großen Trainer für einen großen Verein" und "engagierten Anwalt für Menschlichkeit". Für den deutschen Rekordmeister sei der 40-Jährige "ein Glücksgriff", unter ihm sei aus dem früheren "FC Hollywood" ein erfolgreicher "FC Feelgood" geworden. Mit seinem "klaren Plädoyer für Menschenwürde" habe Kompany "viele Menschen weit über die gesamte Sportwelt hinaus beeindruckt. Damit ist Vincent Kompany nicht nur eine große Persönlichkeit des Sports, sondern auch ein Vorbild, das Verantwortung für unsere Gesellschaft übernimmt", sagte Söder über den "großartigen Botschafter Bayerns in der Welt".
Der Bayern-Coach hatte im Februar eine viel beachtete, fast zwölf Minuten lange Stellungnahme gegen Rassismus abgegeben. Auslöser waren die rassistischen Beleidigungen gegen Stürmerstar Vinícius Junior von Real Madrid beim Champions-League-Spiel zwischen Benfica Lissabon und den Königlichen sowie die relativierende Reaktion des damaligen Benfica-Trainers José Mourinho (heute Real).
