Er spüre "eine hohe Wertschätzung" von seinen Schiedsrichterkollegen, Fans und den Vereinen. Das sei "ein sehr schönes Gefühl", betonte der Polizeibeamte. "Außerdem bin ich gerade fit und gesund. Genau deshalb ist jetzt ein guter Zeitpunkt aufzuhören."
Unfassbar bewegte Karriere
Ittrich hat bislang 90 Bundesligaspiele geleitet, immer wieder wurde er von Verletzungen zurückgeworfen. Allein dreimal riss ihm das Kreuzband. Zwei Momente waren für ihn besonders prägend: 2011 leistete er nach einem Suizidversuch seines Kollegen Babak Rafati erste Hilfe.
2024 rettete er auf dem Platz womöglich Josuha Guilavogui das Leben, der Mainzer Profi hatte seine Zunge verschluckt. 2023 machte Ittrich eine Morddrohung gegen sich nach einem Zweitligaspiel öffentlich.
"Gesicht der Bundesliga"
Fehlen werde er nicht nur als "Gesicht der Bundesliga", sagte Schiedsrichter-Chef Knut Kircher. Überdies habe "kaum jemand den Spaß am Dasein als Schiedsrichter so sehr wie Patrick" verkörpert: "Er hat mit seiner lockeren Art im Kader der Bundesligaschiedsrichter stets für gute Atmosphäre gesorgt."
Ittrich betonte, er wolle dem Fußball erhalten bleiben, "auch wenn ich nicht mehr pfeifen werde. Ich freue mich auf alles, was kommt." Zuvor wolle er seine letzten Einsätze genießen und "noch viele richtige Entscheidungen treffen". Am Samstag (13 Uhr/Sky) wird er das Zweitliga-Derby zwischen Arminia Bielefeld und dem SC Paderborn leiten.
