Nachdem der Aufsichtsrat des Klubs im Dezember von den Vorwürfen erfahren hatte, sei "mit Unterstützung spezialisierter externer Anwälte die Aufklärung der Vorfälle eingeleitet" worden, wie es weiter hieß: "Nach sorgfältiger Prüfung und der Erkenntnis, dass die Vorwürfe glaubhaft sind, hat der Aufsichtsrat umgehend entschieden, eine schnellstmögliche Trennung von dem Vorstandsmitglied anzustreben. Aufgrund der expliziten Bitte der betroffenen Personen hatte bei der Trennung der Schutz der Betroffenen oberste Priorität, die auch weiterhin anhält."
Gelegenheit zur Stellungnahme nicht genutzt
Kuntz selber weist die Vorwürfe "entschieden zurück", wie der ehemalige Nationalspieler in einer Stellungnahme bei Instagram schrieb. "Im Sinne meiner Familie und aller mir nahestehenden Personen" habe er seine Anwälte "darum gebeten, gegen diese FALSCHEN Vorwürfe und Vorverurteilungen vorzugehen", so Kuntz weiter. Es gilt die Unschuldsvermutung.
Laut HSV-Mitteilung habe Kuntz "insbesondere in Kenntnis der gegen ihn erhobenen Vorwürfe" der Trennung zum Jahresende zugestimmt. "Er war dabei anwaltlich vertreten", hieß es: "Die Gelegenheit zur Stellungnahme gegenüber dem Aufsichtsrat hat Herr Kuntz trotz mehrfacher Angebote explizit nicht genutzt."
Am 2. Januar hatte der HSV überraschend mitgeteilt, dass Kuntz nicht mehr Sportvorstand bei den Hanseaten ist. Damals war von "persönlichen familiären Gründen" für das Ausscheiden die Rede. Kuntz war im Mai 2024 nach Hamburg gewechselt und hatte den Traditionsklub im vergangenen Sommer zurück in die Bundesliga geführt.
