Bayern vs. Augsburg 1:2 (1:0)
Ein müder FC Bayern ist völlig überraschend ins Stolpern gekommen und hat seine erste Liga-Niederlage der Saison kassiert. Die Mannschaft von Trainer Vincent Kompany blamierte sich nach einer unkonzentrierten Vorstellung mit 1:2 im Derby gegen den abstiegsbedrohten FC Augsburg und ließ erst zum dritten Mal in dieser Saison Punkte liegen.
"Wir müssen es akzeptieren, es war nicht unverdient. Es war nicht so, als hätte uns Augsburg hergespielt, aber ein Sieg von uns wäre nicht verdient gewesen", sagte Mittelfeldchef Joshua Kimmich am Sky-Mikrofon: "Wir waren nicht ganz so frisch und haben über 90 Minuten nicht ganz ins Spiel gefunden. Hintenraus war Augsburg griffiger. Es war nicht das Toplevel, das wir bringen wollen. Entscheidend ist, wie wir darauf reagieren."

Hiroki Ito (23.) hatte die Münchner zunächst in Führung gebracht, doch Arthur Chaves (75.) und Han-Noah Massengo (81.) drehten die Partie durchaus verdient für den FCA, der im Tabellenkeller ein wichtiges Lebenszeichen sendete.
"Ich bin so glücklich, ich habe gar keine Worte", sagte Chaves bei Sky. Bei seinem Treffer habe er "auch etwas Glück gehabt, aber das gehört dazu. Es ist einfach unglaublich – ein Traum."
Zum Flashscore Bundesliga-Tracker
Für den Rekordmeister, der am Samstag oft behäbig wirkte, geht es derweil weiter Schlag auf Schlag. Am Mittwoch (21 Uhr/DAZN und Flashscore-Audioreportage) sind die Bayern zum Abschluss der Ligaphase bei der PSV Eindhoven zu Gast, am kommenden Samstag folgt das Auswärtsspiel beim Hamburger SV.
Frankfurt vs. Hoffenheim 1:3 (1:0)
Der Sturzflug hält an, die Gegentorflut ebenfalls: Eintracht Frankfurt hat auch das zweite Spiel unter Interimstrainer Dennis Schmitt verloren und droht, den Anschluss an die internationalen Ränge zu verlieren.

Die SGE unterlag der TSG Hoffenheim am Samstagnachmittag trotz zwischenzeitlicher Führung mit 1:3. Nach der Entlassung von Cheftrainer Dino Toppmöller vor einer Woche warten die Hessen nun inzwischen seit fünf Bundesligapartien auf einen Sieg.

Max Moerstedt (52.) und Ozan Kabak (60.) sorgten mit ihren Kopfballtreffern für den dritten Dreier der TSG im dritten Bundesligaspiel 2026, hinzu kam ein Eigentor von Aurele Amenda (65.). Frankfurt reichte der Führungstreffer durch Winter-Neuzugang Arnaud Kalimuendo (18.) nicht.
Die Kraichgauer festigten durch ihren elften Saisonerfolg Champions-League-Rang drei und distanzierten die Eintracht gleichzeitig auf neun Punkte. Moerstedt lobte: "Es war eine super Teamleistung."
Leverkusen vs. Bremen 1:0 (1:0)
Bayer Leverkusen hat seine "Mini-Krise" beendet und die Sorgen von Werder Bremen vergrößert. Die Mannschaft von Trainer Kasper Hjulmand bezwang die Hanseaten am Samstag verdient mit 1:0 und hat die Champions-League-Ränge weiter im Blick. Bei Werder hingegen wächst die Angst vor dem Abstieg.

Der fünfmalige Champions-League-Sieger Lucas Vázquez (37.) sorgte mit seinem ersten Treffer für Bayer für den Sieg der Werkself, die vor wegweisenden Wochen die erhoffte Trendwende einleitete. Werder muss den Blick dagegen nach unten richten: Der Vorsprung auf den Relegationsrang schmilzt.
"Wir müssen uns nichts vormachen. Wir können die Tabelle lesen, und wenn du da unten drin stehst, dann musst du dich da wieder rauskämpfen", sagte Bremens Geschäftsführer Clemens Fritz nach dem achten sieglosen Spiel in Folge: "Wir malen uns da nichts schön. Wir wissen um die Situation." Trainer Horst Steffen besitze weiterhin "voll und ganz" das Vertrauen.
Heidenheim vs. Leipzig 0:3 (0:0)
Erst mühsam, dann gnadenlos: RB Leipzig hat sich von der Klatsche gegen Bayern München offenbar gut erholt und sich mit einem souveränen Sieg zurückgemeldet.

Die Sachsen gewannen nach anfänglichen Schwierigkeiten verdient mit 3:0 beim 1. FC Heidenheim und machten damit im Rennen um den zweiten Tabellenplatz Druck.

Die Mannschaft von Trainer Ole Werner, die am vergangenen Wochenende ein 1:5 gegen den Rekordmeister aus München kassiert hatte, offenbarte zunächst erneut Schwächen in der Offensive. Doch Ridle Baku (62.), Antonio Nusa (68.) und Nationalspieler David Raum (70.) knackten die Heidenheimer Abwehr. Der FCH hielt lange gut mit, brach dann aber ein und bleibt auf einem direkten Abstiegsplatz.
Mainz vs. Wolfsburg 3:1 (0:1)
Erst Chancenwucher, dann die Belohnung: Der FSV Mainz 05 hat mit einer starken Vorstellung einen Befreiungsschlag im Abstiegskampf geschafft. Auch ein vergebener Strafstoß von Phillip Tietz (22. Minute) konnte den Comeback-Sieg nicht verhindern.
Das Team von Urs Fischer gewann das wichtige Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg hochverdient mit 3:1 (0:1), gibt damit die rote Laterne nach nur einer Nacht wieder ab und rückt auf Relegationsplatz 16 vor. Die Rheinhessen zeigten eine starke Reaktion auf die erste Niederlage unter dem neuen Coach in der Vorwoche in Köln.

Tietz (68.), Stefan Bell (72.) und Nadiem Amiri (83., Handelfmeter nach Videobeweis) drehten die Partie, nachdem Mohamed Amoura (3.) die schwachen Wölfe früh in Führung gebracht hatte.
