Torlos-HSV jetzt heiß auf Stadtrivalen vom Kiez: "Haben was gut zu machen"

Torlos-HSV jetzt heiß auf Stadtrivalen vom Kiez: "Haben was gut zu machen"
Torlos-HSV jetzt heiß auf Stadtrivalen vom Kiez: "Haben was gut zu machen"ČTK / imago sportfotodienst / Oliver Ruhnke

Der HSV vergibt im Klassiker gegen Mönchengladbach Chance um Chance - und geht nun angeschlagen in das Stadtderby beim FC St. Pauli.

"Extrem ärgerlich", sagte Merlin Polzin in seinem Fazit über dieses unnötige 0:0, bei dem sein HSV zig Chancen vergeben hatte. Und doch war der Trainer auch irgendwie stolz, dass seine Mannschaft ein solches Spiel hingelegt hatte, Borussia Mönchengladbach im Bundesliga-Klassiker phasenweise fast erdrückte. "Beeindruckend" sei das gewesen, sagte Polzin - und doch gehe es darum, "Ergebnisse einzufahren. Und das haben wir heute nicht geschafft."

Keine Frage, zwei Punkte mehr wären drin gewesen, wenn Jean-Luc Dompé, Nicolas Capaldo, Nicolai Remberg oder der starke Fabio Vieira eine der vielen Möglichkeiten genutzt hätten, die sich der Aufsteiger im Volkspark besonders in der ersten Hälfte erspielte. Doch irgendwie bekam Gladbachs Keeper Moritz Nicolas immer wieder eine Hand an den Ball, der 28-Jährige wehrte elf Torschüsse ab - so viele wie kein anderer Torwart in einem Bundesliga-Spiel dieser Saison vor ihm.

Zum Match-Center: HSV vs. Gladbach

"Haben was gut zu machen"

Und so geht der HSV ein bisschen angeschlagen in das Stadtderby am kommenden Freitag beim FC St. Pauli (20.30 Uhr/Sky). Diese zwei verschenkten Punkte vom Samstag könnten dem HSV im Kampf um den Klassenerhalt noch weh tun, sechs Zähler Vorsprung auf den Relegationsplatz wären möglich gewesen. Doch Polzin versprach den Fans Besserung. "Wir werden unser Bestes tun, dass wir die Wahrscheinlichkeit erhöhen, Tore zu erzielen. Das geht über gute Chancen, das geht über die Idee, wie wir nach vorne Fußball spielen wollen", sagte er: "Und dann wird auch das nächste Tor fallen."

Statistiken HSV vs. Gladbach
Statistiken HSV vs. GladbachFlashscore / Opta by StatsPerform

Am besten schon beim Erzrivalen vom Hamburger Kiez. Welche Bedeutung die Partie für den Klub und die Fans hat, brauche er "keinem erklären", sagte Remberg, die Anhänger machten der Mannschaft schon direkt nach dem Gladbach-Spiel deutlich, was sie am Freitag erwarten. "Aber da brauchst du auch keinen heiß machen", sagte Remberg und erinnerte noch einmal an die 0:2-Pleite aus dem Hinspiel: "Wir haben wohl irgendwo auch was gut zu machen."

"Das Einzige, was fehlt, sind die Tore"

Und so sprachen sich die Hamburger nachher ordentlich Mut zu, trotz der "Hochkaräter", die sie vergeben hatten, wie Remberg meinte. "Trotzdem können wir sehr viel Gutes aus dem Spiel mitnehmen", sagte Miro Muheim, schließlich habe man teilweise richtig gut kombiniert, ein intensives Pressing aufgebaut, viel Druck ausgeübt. "Das Einzige, was fehlt, sind die Tore", sagte Muheim wohlwissend, dass die am Ende über Abstieg oder Klassenerhalt entscheiden: "Und wir wollen nicht, dass das noch einmal passiert."

Polzin wollte eine gedrückte Stimmung aber gar nicht erst aufkommen lassen. "Wir werden uns nach all den Jahren in der 2. Liga niemals schlecht fühlen, wenn man in der Bundesliga einen Punkt sammelt", sagte er. Außer nach einem Derby gegen St. Pauli vielleicht.

Zum Match-Center: St. Pauli vs. HSV