Transfer-Hammer auf Schalke? Ex-DFB-Stürmer Füllkrug als Džeko-Nachfolger im Gespräch

Niclas Füllkrug könnte vor einer Rückkehr nach Deutschland stehen.
Niclas Füllkrug könnte vor einer Rückkehr nach Deutschland stehen.GABRIELE MALTINTI / GETTY IMAGES VIA AFP

Beim FC Schalke 04 bahnt sich offenbar eine spektakuläre Personalie an: Wie das italienische Portal "Calciomercato" berichtet, beschäftigt sich der Revierklub mit einer Verpflichtung von Niclas Füllkrug. Der 33-jährige Nationalstürmer, der derzeit von West Ham United an die AC Milan ausgeliehen ist, könnte im Sommer zum Nachfolger von Altmeister Edin Džeko werden. Voraussetzung für den Transfer-Coup ist jedoch zwingend der Aufstieg der Königsblauen in die Bundesliga.

Füllkrugs Situation in der Serie A gestaltet sich schwierig. In der Modestadt konnte sich der bullige Angreifer bisher nicht durchsetzen; in 14 Einsätzen gelang ihm lediglich ein Treffer. Die Rossoneri planen laut Bericht nicht, die Kaufoption in Höhe von fünf Millionen Euro zu ziehen. Auch bei seinem Stammverein West Ham United scheint die Perspektive nach einer enttäuschenden Bilanz und Verletzungssorgen begrenzt. Erste Kontakte zwischen der Schalker Führung und der Spielerseite soll es bereits gegeben haben.

Schalkes sportliche Leitung kennt Füllkrug bestens: Unter Frank Baumann, der den Stürmer einst zu Werder Bremen holte, absolvierte Füllkrug über 100 Pflichtspiele und reifte zum Nationalspieler. Auf Schalke könnte er die Lücke füllen, die Edin Džeko hinterlassen würde. Der inzwischen 40-jährige Bosnier denkt nach einer starken Saison und der möglichen WM-Teilnahme 2026 über ein Karriereende im Falle eines Aufstiegs nach. Füllkrug würde mit seiner Erfahrung von 24 Länderspielen und seiner Physis genau in das Anforderungsprofil eines wuchtigen Zielspielers passen.

Füllkrug zu Schalke? Riskant, aber nicht ausgeschlossen

Finanziell bleibt das Unterfangen jedoch eine Herausforderung. Obwohl Füllkrugs Marktwert aufgrund der jüngsten Formkrise gesunken sein dürfte, besitzt er bei West Ham noch einen Vertrag bis 2028. Ein Wechsel nach Gelsenkirchen wäre wohl nur realisierbar, wenn der Spieler deutliche Gehaltseinbußen in Kauf nimmt und die Engländer Schalke bei der Ablöse entgegenkommen. Ohne das Ticket für das Oberhaus ist der Transfer ohnehin nicht darstellbar.

Ein Wechsel von Niclas Füllkrug zu Schalke 04 klingt im ersten Moment nach Träumerei, ergibt bei genauerer Betrachtung aber durchaus Sinn. Für Schalke wäre es die Fortsetzung der Strategie, auf "große Namen" im Herbst ihrer Karriere zu setzen. Füllkrug kennt die Bundesliga, ist ein Mentalitätsspieler und könnte vor der heimischen Kulisse in Gelsenkirchen zu alter Stärke zurückfinden, um sich nach der WM Schritt für Schritt wieder in den DFB-Fokus zu spielen.

Dennoch ist Skepsis angebracht: Füllkrug ist im Februar 33 Jahre alt geworden und seine Torquote war zuletzt besorgniserregend schwach. Schalke darf nicht den Fehler begehen, sich finanziell für einen Spieler zu übernehmen, dessen beste Jahre möglicherweise hinter ihm liegen. Sollte die Ablöse jedoch moderat ausfallen und Füllkrug als Leader vorangehen, könnte er genau der Fixpunkt sein, den ein Aufsteiger für den Klassenerhalt benötigt. Ein Transfer-Flop in dieser Größenordnung könnte die ohnehin klammen Knappen jedoch teuer zu stehen kommen.