Trotz Sorgen: Eintracht Frankfurt ist bereit für den Neustart

Eintracht-Neuzugang Younes Ebnoutalib
Eintracht-Neuzugang Younes EbnoutalibČTK / imago sportfotodienst / Jürgen Kessler

Eintracht Frankfurt gilt vor dem Restart gegen Borussia Dortmund als Wundertüte der Liga. Ein Winterneuzugang könnte immerhin die Probleme im Angriff lösen.

Die Abwehr zu wackelig, die Torhüterfrage unklar, Personalnot in der anfangs furiosen Offensive: Wundertüte Eintracht Frankfurt muss nach einer durchwachsenen Hinserie viele Baustellen schließen.

Neuzugang Younes Ebnoutalib steht deswegen beim Neustart des Champions-League-Teilnehmers sofort im Fokus. Für den "Heimkehrer" dürfte die Premiere in der Fußball-Bundesliga emotional werden. "Ich glaube, da werden schon Tränen fließen", sagte der gebürtige Frankfurter vor seinem Einstand.

Die Ticketanfragen aus seinem Umfeld für das erste Highlight gegen Borussia Dortmund am Freitagabend (20:30 Uhr/Sky und Sat.1) seien noch "etwas ruhiger" gewesen, erzählte der Torjäger vom Zweitligisten SV Elversberg. "15 Karten glaube ich. Vielleicht werden es noch mehr." 

Ein solcher Jahresauftakt, eine solche Geschichte wären Balsam für die in der Hinrunde strapazierte Eintracht-Seele. Die Leistungen reichten von mitreißendem Kampf in der Königsklasse bis hin zu derben Abreibungen. Auf Platz sieben liegt Frankfurt aussichtsreich im Europacuprennen, 30 Gegentore – die zweitmeisten der Liga – sind dennoch deutlich zu viele.

Match-Center: Frankfurt vs. Dortmund

"Die Erwartungen hier sind sehr hoch"

Und auch das Angriffsspiel lief ohne den verletzten Nationalstürmer Jonathan Burkardt eher schleppend. Häufig fehlte ein klarer Zielspieler im Zentrum. Auftritt: Ebnoutalib.

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"Ich bin einfach nur stolz, es ist mir eine Ehre hier zu sein", sagte der 22-Jährige. Dass er sich schnell auf höchstem Niveau zurechtfindet, ist aber keineswegs garantiert. "Die Erwartungen hier sind sehr hoch. Jeder, der hierher kommt, weiß das", sagte er. Sein Startelfdebüt könnte Ebnoutalib sofort geben, die Auswahl im Sturm ist für Trainer Dino Toppmöller klein.

Die ganze Frankfurter Unsicherheit wird aber auch Ebnoutalib, der im Unterhaus zwölf Tore in 17 Spielen erzielte, kaum allein beheben. Die gesamte Mannschaft muss einen Schritt nach vorne machen, um das Minimalziel Europapokal zu erreichen.

Ein Statement gegen den Tabellenzweiten Dortmund wäre ein Anfang. 

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