Verdacht der sexuellen Belästigung: Kuntz meldet sich auf Social-Media zu Wort

Aktualisiert
Stefan Kuntz wird von der BILD-Zeitung schwer beschuldigt.
Stefan Kuntz wird von der BILD-Zeitung schwer beschuldigt. ČTK / imago sportfotodienst / Eibner-Pressefoto/Marcel von Fehrn

Die HSV-Fans konnten zum Anfang des Jahres ihren Ohren nicht trauen, als ans Licht kam, dass Stefan Kuntz den Verein verlassen wird. Als offizielles Statement des Vereins wurden "familiäre Gründe" genannt. Nach Recherche der Bild-Zeitung sollen jedoch Vorwürfe der sexuellen Belästigung vorliegen, was die Trennung von den Rothosen und ihrem Sportvorstand in ein neues Licht rücken würde.

Laut der BILD sollen Mitarbeiterinnen des HSV Aussagen von Kuntz als sexuelle Belästigung aufgefasst haben und sich demnach beim Verein beschwert haben. Eine externe Anwaltskanzlei habe bereits Gespräche mit den Betroffenen geführt, laut dieser sollen deren Angaben als glaubwürdig eingestuft werden.

Gemäß des Berichts habe Kuntz während seiner Zeit beim HSV Anzeige gegen Unbekannt wegen Stalkings erstattet, habe sich dafür jedoch zu den Vorwürfen nicht gegenüber des Aufsichtsrats geäußert. Aus dem Umfeld von Stefan Kuntz kocht jedoch eine ganz andere Stimmung. Die Vertrauten sind der Meinung, dass die BILD eine "Verleumdungskampagne" gegenüber Kuntz startet.

Die HSV-Fans in Social Media zeigen sich gespalten zu dem Thema. Anfang des Jahres dankte der Ex-Sportvorstand ab und sagte: "Manchmal gibt es wichtigere Dinge als Fußball. Nun ist das der Fall. Mehr möchte ich dazu nicht sagen und bitte darum, dies zu respektieren."

Kuntz gibt Statement ab

Am Sonntagabend meldete sich Stefan Kuntz selbst zu diesen Vorwürfen. Bei Instagram schrieb der Ex-HSV-Boss: „Mich erreichen zahlreiche Anfragen wegen der aktuellen Berichterstattung über meine Person. Erst einmal möchte ich sagen, dass mich die Vorwürfe hart treffen. Klar ist: Ich weise diese Vorwürfe entschieden zurück!

Des weiteren gab er an, dagegen vorzugehen: „Im Sinne meiner Familie und aller mir nahestehenden Personen habe ich meine Anwälte (Kanzlei Schertz Bergmann) darum gebeten, gegen diese FALSCHEN Vorwürfe und Vorverurteilungen vorzugehen.