"Ich fühle mich nicht auf Bewährung. Ich fühle mich so, dass ich Werder-Trainer bin und tagtäglich mein Bestes mache", sagte Steffen. Der 56-Jährige ist weiter überzeugt, dass ein Erfolg angesichts der gezeigten Leistungen nur eine Frage der Zeit sei.
Zum Match-Center: Werder Bremen vs. TSG Hoffenheim
Allzu lange sollten die Grün-Weißen mit einem Befreiungsschlag nicht mehr warten. Werder trennen nur noch drei Punkte von der Abstiegszone mit dem Tabellenvorletzten FC St. Pauli, der parallel (beide 20.30 Uhr/Sky) gegen RB Leipzig um den Abschluss kämpft. Beide Partien waren Anfang Januar aufgrund der Witterung ausgefallen – pünktlich zur Neuansetzung sind die Straßen im Norden wieder glatt.
Doch es soll gespielt werden, und Steffen, der im Sommer aus Elversberg gekommen war, sehnt die Trendwende und sicher auch eine Beruhigung des Umfelds herbei. Die Nebengeräusche waren zuletzt angesichts der Talfahrt deutlich lauter geworden, Zweifel am gemeinsamen Kurs wischen die Verantwortlichen aber bislang entschlossen zur Seite.
"Wir werden den Weg weitergehen, zusammenbleiben und in Ruhe weiterarbeiten", betonte Geschäftsführer Sport Clemens Fritz nach dem 0:1 in Leverkusen, der achten Partie in Folge ohne Sieg. "Ich sehe, was die Jungs liefern und welche Qualität sie haben", meinte Steffen: "Wenn wir so weiterspielen, bin ich mir sicher, dass es eine Frage der Zeit ist, dass die Ergebnisse kommen."
Gegen die starken Hoffenheimer, zumal mit Abwehrsorgen ohne den gesperrten Kapitän Marco Friedl, wird es allerdings eine höchst anspruchsvolle Aufgabe.
St. Pauli vor nächster Zitterpartie
Auch St. Pauli hat es im Duell mit dem Tabellenfünften Leipzig aber nicht viel leichter erwischt und hofft ebenso auf einen echten Mutmacher. Das wenig erbauliche 0:0 im Stadtderby gegen den Hamburger SV war zu wenig, um mal wieder ein Statement zu setzen. "Das Spiel war dem Wetter entsprechend, es hat mich nicht erwärmt", sagte Blessin. Für den Dienstagabend sind erneut 0 Grad und leichter Schneefall angesagt.
St. Pauli wird erneut versuchen, den Technikern aus Leipzig mit starker Physis und viel Einsatz zuzusetzen. Die Sachsen haben gerade aber in Heidenheim beim 3:0-Erfolg den Beweis angetreten, dass sie damit durchaus umgehen können.
"Wir sind ganz gut mit im Rennen", sagte RB-Trainer Ole Werner, der die Champions-League-Teilnahme durchaus im Blick hat: "Ich glaube, dass wir uns nicht verstecken müssen. Es gibt sechs, sieben Mannschaften, die sehr, sehr eng beisammen sind."
Dazu zählt auch die TSG, die sich mit einem Erfolg in Bremen gar bis auf drei Punkte an den Tabellenzweiten Borussia Dortmund heranpirschen kann. "Wir gehen unseren Weg konsequent weiter", sagte Trainer Christian Ilzer zu Beginn der Englischen Woche: "Wenn die Bereitschaft stimmt, sind wir auf einem guten Weg."
