Champions League: Schlaglichter zum wilden Finale der Ligaphase

Ein Doppelpack von Mbappé genügte Real in Lissabon nicht zu einem Sieg
Ein Doppelpack von Mbappé genügte Real in Lissabon nicht zu einem Sieg ZED JAMESON / ANADOLU / ANADOLU VIA AFP

Souveräne Favoriten, wilde Schlussphasen – und ein Torwarttor mitten ins Herz des Rekordchampions: Zum Abschluss der Ligaphase hatte die Champions League am großen Parallel-Spieltag wieder einige Geschichten zu bieten. Der SID und Flashscore geben einen Überblick.

TRAUM-COMEBACK

Kai Havertz brauchte nur 100 Sekunden, um sich nach seiner langen Leidenszeit zurück in die Herzen der Gunners zu spielen. Ein Steilpass vor dem schnellen 1:0, ein traumhaftes Solo vor dem 2:0, eine maßgenaue Hereingabe vor dem 3:0.

Havertz sammelte gegen Almaty zwei Scorerpunkte
Havertz sammelte gegen Almaty zwei ScorerpunkteMIKE HEWITT / GETTY IMAGES EUROPE / GETTY IMAGES VIA AFP

Bei seinem Startelf-Comeback nach 357 Tagen war der deutsche Nationalspieler der Star des Abends beim 3:2-Sieg des FC Arsenal über Qairat Almaty. Die Londoner beendeten die Ligaphase mit acht Siegen aus acht Spielen makellos und sind ebenso wie der FC Bayern möglicher Achtelfinal-Gegner von Borussia Dortmund und Bayer Leverkusen.

Match-Center: Arsenal vs. Almaty

RAKETENSTART

Vier Tore, ein Abseitstreffer, ein verschossener Elfmeter, der FC Barcelona in Rückstand – und das alles in den ersten fünf Minuten. Am Ende feierten die Blaugrana einen 4:1-Sieg gegen Kopenhagen und den direkten Einzug ins Achtelfinale.

Die große Konferenz mit 18 Spielen parallel am Mittwochabend hatte unterdessen keinerlei Anlaufschwierigkeiten. 

Champions League: Top 24 nach der Ligaphase
Champions League: Top 24 nach der LigaphaseFlashscore

Den Auftakt machten Havertz und Arsenal – das einzige Spiel, in dem es zwischen dem Spitzenreiter und dem Tabellenschlusslicht um nichts mehr ging. Insgesamt fielen in 90 Minuten 61 Tore. An die Premiere aus dem Vorjahr (64 Treffer) kam dieser 28. Januar aber nicht heran.

Match-Center: Barcelona vs. Kopenhagen

REKORDTREFFER

Kylian Mbappé stellte mit seinem Doppelpack bei Benfica Lissabon auf überragende 13 Tore in der Vorrunde und übertrumpfte damit den Rekord seines Idols Cristiano Ronaldo, der in der Saison 2015/16 in dieser Wettbewerbsphase elfmal getroffen hatte.

Die Torschützenliste nach der Ligaphase
Die Torschützenliste nach der LigaphaseOpta by StatsPerform / REUTERS

Das Spiel verlor Real Madrid dennoch 2:4. Die Königlichen rutschten von Platz drei auf Rang neun ab – und müssen den Umweg über die Play-offs nehmen. Von einem "Totalschaden in Lissabon" schrieb AS, das Hausblatt Marca gar von einer "schwarzen Nacht".

Match-Center: Benfica vs. Real

ZWEI GEFÜHLSWELTEN

Während die Real-Stars und die spanische Presse es nicht fassen konnten, herrschte auf der anderen Seite pure Ekstase. Ausgerechnet der ukrainische Torhüter Anatolij Trubin hatte Benfica um Startrainer José Mourinho mit der letzten Aktion in der 98. Minute noch in die Zwischenrunde geköpft.

Trubin erlebte den vielleicht schönsten Moment seiner Karriere
Trubin erlebte den vielleicht schönsten Moment seiner KarriereZED JAMESON / ANADOLU / ANADOLU VIA AFP

Alle anderen Spiele waren zu diesem Zeitpunkt schon vorbei, Real spielte nach zwei Gelb-Roten Karten gegen Raul Asencio (90.+2) und Rodrygo (90.+7) nur noch mit neun Mann.

Kurios: In den Play-offs könnten Real und Benfica am 17./18. und 24./25. Februar erneut aufeinander treffen, der andere mögliche Real-Gegner bei der Auslosung am Freitag lautet FK Bodö/Glimt.

Alle Infos zur Play-Off-Auslosung der Champions League

ÜBERRASCHUNGEN

Das Team vom nördlichen Polarkreis aus Norwegen sorgte für eine der größten Überraschungen des Abends. Bodö gewann bei Atlético Madrid 2:1, der Siegtreffer in der 59. Minute war mehr Flipper als Fußball. Kasper Högh nutzte das blanke Chaos im Atleti-Strafraum, nachdem der Ball zuvor mehrmals geblockt und wild umher geflogen war.

Högh jubelt über sein Tor
Högh jubelt über sein TorREUTERS

Eine weitere Sensation verpasste der FC Pafos: Nach einer höchst umstrittenen Roten Karte, gezückt vom deutschen Schiedsrichter Tobias Stieler, gewannen die Zyprioten zwar 4:1 gegen Slavia Prag, auf Platz 26 fehlten dem Debütanten aber zwei weitere Treffer für die Play-offs.

Match-Center: Bodö/Glimt vs. Atletico

UND DIE DEUTSCHEN STARS?

Jamal Musiala traf beim 2:1 der Bayern bei PSV Eindhoven ebenso wie Havertz bei seinem Startelf-Comeback, auch Florian Wirtz durfte beim 6:0 seines FC Liverpool gegen Qarabag Agdam seinen ersten Champions-League-Treffer in dieser Saison bejubeln.

Nick Woltemade und Malik Thiaw standen bei Newcastle United in der Startelf, nach dem 1:1 bei Titelverteidiger Paris Saint-Germain müssen die beiden Nationalspieler den Umweg über die Play-offs nehmen. Dasselbe gilt für Leroy Sané und Ilkay Gündogan. Galatasaray verlor mit 0:2 gegen ihren Ex-Klub Manchester City.