Zu Saisonbeginn rotierte Luis Enrique ihn noch regelmäßig heraus, weshalb Doué hart um seinen Stammplatz kämpfen musste. Am 2. Spieltag der Ligue 1 gegen Lille (2:2) durfte er nur eine Halbzeit ran, gegen Bratislava in der Champions League saß er über 90 Minuten auf der Bank, und bei der 0:1-Niederlage gegen Monaco war nach einer Stunde Schluss.
Bis dahin war seine Ausbeute überschaubar – lediglich im "Classique" gegen Olympique Marseille (2:1) konnte er sich mit einem Assist auszeichnen. Den Wendepunkt brachte schließlich die Länderspielpause. Nachdem die Weltmeisterschaft für ihn noch enttäuschend verlaufen war, blühte der Angreifer unter Zinédine Zidane förmlich auf.
Nach einem starken Auftritt beim 1:0-Sieg gegen Belgien glänzte er im Rückspiel (4:1) mit einem eigenen Treffer sowie zwei Torvorlagen und avancierte zum entscheidenden Faktor im französischen Spiel. Die Länderspiele gaben ihm das nötige Selbstvertrauen zurück, was sich nun auch im Verein widerspiegelt. Beim Champions-League-Kracher gegen Manchester City überzeugte er mit einem Tor und einer Vorlage, ehe er am Samstag gegen Straßburg nach seiner Einwechslung in nur 36 Minuten erneut traf.
Energiegeladen, antrittsstark und extrem effektiv: Im anstehenden Spiel gegen Barcelona wird Doué eine zentrale Rolle im Pariser Offensivspiel einnehmen.
Doué als Allzweckwaffe für das Gegenpressing
Vor dem Aufeinandertreffen mit den offensivstarken Katalanen machten Luis Enrique und Vitinha auf der Pressekonferenz deutlich, wie die Marschroute lautet: Feuer mit Feuer bekämpfen. Am 3. Spieltag der Königsklasse ist daher ein hochintensives Duell zu erwarten, in dem Ballbesitz und Aggressivität im Pressing über den Sieg entscheiden dürften.
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Genau für dieses Szenario ist das Profil des französischen Nationalspielers wie geschaffen. Mit seinen präzisen Dribblings und seiner schnellen Entscheidungsfindung kann Doué das Pariser Aufbauspiel spielend leicht entlasten. Selbst gegen die gut organisierte Hintermannschaft der Blaugrana wird er versuchen, jede kleine Lücke zu nutzen und den Abschluss zu suchen.
Die Chancen dafür stehen gut: Doué hat in der Vergangenheit mehrfach bewiesen, dass er gerade in großen europäischen Partien zur Höchstform aufläuft. Lampenfieber kennt er jedenfalls nicht.
