Die Gunners präsentieren sich in dieser Champions-League-Saison bislang in beeindruckender Form. Sechs Spiele, sechs Siege, 17 erzielte Tore und lediglich ein Gegentreffer sprechen eine klare Sprache. Entsprechend selbstbewusst gehen Mikel Arteta und sein Team in die Partie und gibt das klaren Ziel aus, die perfekte Ausbeute von 18 Punkten weiter auszubauen.
Zum Match-Center: Inter Mailand vs. FC Arsenal
Bereits in der Gruppenphase der vergangenen Saison trafen die beiden europäischen Schwergewichte aufeinander. Damals setzte sich Inter knapp mit 1:0 durch, nachdem Hakan Çalhanoğlu in der 48. Minute einen Elfmeter verwandelte.
Schwieriges Pflaster Italien für Arsenal
Insgesamt war es das dritte Pflichtspielduell der beiden Klubs, von denen Inter zwei für sich entscheiden konnte. Auffällig: Arsenal wartet seit fünf Auswärtsspielen in Italien auf einen Sieg. Ein torloses Remis war in diesem Zeitraum das höchste der Gefühle – ohne einen einzigen Treffer der Nordlondoner.
Der letzte Arsenal-Erfolg auf italienischem Boden datiert aus dem Jahr 2008, als man mit 2:0 bei Inter-Rivale AC Milan gewann. Der bislang einzige Sieg gegen Inter selbst bleibt das legendäre 5:1 in Mailand.

Auch wenn die jüngere Bilanz gegen Inter nicht für Arsenal spricht, konnten die Gunners am Dienstagsspielort bereits gewinnen, damals allerdings noch in der Ära der „Invincibles“.
Inter muss voraussichtlich auf Hakan Çalhanoğlu und Denzel Dumfries verzichten. Hinter den Einsätzen von Raffaele Di Gennaro und Tomás Palacios stehen noch Fragezeichen. Aufseiten der Gäste fehlen Piero Hincapié und Riccardo Calafiori. Zudem ist offen, ob Arteta Innenverteidiger Cristhian Mosquera von Beginn an bringt, auch mit Blick auf das anstehende Ligaspiel gegen Manchester United.
Formkurve spricht für ein Topspiel
Zwar verlor Inter sein letztes Champions-League-Heimspiel gegen ein englisches Team (0:1 gegen Liverpool), ist seitdem jedoch ungeschlagen. Das vorherige Europapokalspiel bei Atlético Madrid ging ebenfalls verloren, dennoch haben die Mailänder seit 2011 nicht mehr drei Champions-League-Partien in Folge verloren – damals stand der heutige Trainer Cristian Chivu noch selbst auf dem Platz.
Auch Arsenal befindet sich in starker Verfassung. Seit dem 3:0-Erfolg gegen Club Brügge sind die Gunners wettbewerbsübergreifend seit elf Pflichtspielen ungeschlagen. Das enttäuschendste Ergebnis dieser Serie war zuletzt allerdings das torlose Unentschieden beim abstiegsbedrohten Nottingham Forest.
"Wir sind hierhergekommen, um zu gewinnen und das ist uns nicht gelungen. Deshalb überwiegt die Enttäuschung", erklärte Arteta nach Abpfiff. "Wir hatten vier riesige Chancen, aber es war schwer, wirklich Momentum zu entwickeln."
Gabriel Martinelli ließ gegen Forest eine Großchance liegen, führt mit fünf Treffern aber weiterhin die interne Torschützenliste Arsenals in der Champions League an. Die Gunners sind seit sechs Auswärtsspielen ungeschlagen und haben in dieser Königsklassen-Saison in jeder Partie getroffen.
Martinelli vor historischem Meilenstein
Angesichts der engen Duelle der Vorsaison und der Tatsache, dass Inter in den letzten sechs Spielen stets das erste Tor erzielte, wäre ein früher Führungstreffer für Arsenal von enormer Bedeutung. Zwar haben beide Teams in dieser Champions-League-Saison nach einer Führung noch kein Spiel verloren, doch würde ein früher Treffer die Gastgeber zu mehr Offensive zwingen und damit Räume für Spieler wie Martinelli oder Bukayo Saka öffnen.
Der Brasilianer könnte im San Siro Geschichte schreiben: Mit einem weiteren Treffer wäre er der erste Spieler seines Landes, der in sechs Champions-League-Spielen in Folge trifft. Ein Arsenal-Sieg würde zudem einen Vereinsrekord bedeuten: sieben UCL-Erfolge nacheinander gab es noch nie.
Doch auch Arsenal muss gewarnt sein. Mit Lautaro Martínez steht ein weiterer Südamerikaner im Fokus, der aktuell in Topform ist. Fünf Tore in seinen letzten zehn Serie-A-Partien unterstreichen seine Gefährlichkeit. Seine acht Champions-League-Treffer seit Beginn des Jahres 2025 entsprechen exakt der Anzahl aller übrigen Inter-Tore zusammen.
Tore scheinen am Dienstag ohnehin wahrscheinlich: Beide Teams haben in der laufenden Champions-League-Saison 2025/26 in jeder Partie getroffen. Abgesehen von der Niederlage gegen Liverpool erzielte Inter stets mindestens zwei Treffer – ebenso wie Arsenal.
Da den Gunners bereits ein Unentschieden zum Weiterkommen reicht, könnte sich über 90 Minuten ein taktisch geprägtes, hochklassiges Duell entwickeln. Spannung ist garantiert.

