"Mir nicht gelungen": Lehmann hofft auf Champions-League-Triumph von Arsenal

Jens Lehmann (l.) im Finale 2006, getröstet von Teamkollege Thierry Henry (r.)
Jens Lehmann (l.) im Finale 2006, getröstet von Teamkollege Thierry Henry (r.)ODD ANDERSEN / AFP / AFP / Profimedia

Jens Lehmann drückt seinem ehemaligen Verein FC Arsenal für das Finale der Champions League die Daumen. "Ich hoffe, dass Arsenal vollendet, was mir nicht gelungen ist", sagte der 56-Jährige der Bild. Knapp 20 Jahre, nachdem Lehmann mit den Engländern 1:2 gegen den FC Barcelona verloren hatte, zogen die Gunners am Dienstagabend mit einem 1:0 (1:0) im Halbfinal-Rückspiel gegen Atlético Madrid ins Endspiel von Budapest ein.

Arsenal stellt "beste Abwehr Europas"

Dem Team von Trainer Mikel Arteta traut Jens Lehmann nun den Titel zu. "Unsere Generation spielte zwar schneller. Bei uns galt unter Arsène Wenger der One-Touch-Fußball. Eine Ballberührung und sofort weiter", so Lehmann. Dafür präsentiere sich die aktuelle Mannschaft "in der Defensive unglaublich gut."

Vor allem die Innenverteidigung mit William Saliba und Gabriel sowie Torwart David Raya haben es dem einstigen DFB-Keeper angetan: "Das ist für mich die beste Abwehr Europas!"

Raya und Gabriel im Halbfinale gegen Atleti
Raya und Gabriel im Halbfinale gegen AtletiREUTERS/Dylan Martinez

Legendärer Platzverweis

2006 hatte Lehmann einen erheblichen Anteil an der Finalniederlage gegen Barcelona. In der 18. Minute war er nach einem Foul gegen Samuel Eto'o vom Platz geflogen.

In Unterzahl gingen seine Teamkollegen zwar noch durch Verteidiger Sol Campbell in Führung (37.) – doch unterlagen nach den Treffern von Eto'o (76.) und Juliano Belletti (80.).

Er werde die Szene, die zum Platzverweis führte, "mit ins Grab" nehmen, sagte Lehmann damals. Das würde er auch heute noch so unterschreiben. "Die Aussage stimmt doch", sagte er lachend, "wir reden ja jetzt wieder davon. Vor dem Finale wird sie bestimmt noch einige Male im TV zu sehen sein."

Bayern oder PSG?

Arsenals Gegner für das Endspiel von Budapest wird am Mittwochabend (21 Uhr/DAZN & Flashscore-Audioreportage) ermittelt. Bayern München und Paris Saint-Germain duellieren sich nach einem spektakulären Hinspiel (4:5) um das zweite Final-Ticket. 

Ende Mai steht den Gunners dann die womöglich größte Woche der Klubgeschichte bevor. Erst könnte sich Arsenal nach 22 Jahren wieder die Meisterschaft sichern, sechs Tage später dann erstmals den Henkelpott.

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