Die Liste der Opfer von Bodö/Glimt wird immer länger. Tottenham (2:2), Dortmund (2:2), Manchester City (3:1) und Atlético (2:1) hatten bereits während der Ligaphase große Proleme mit dem norwegischen Meister. In den Play-offs wurde Vorjahresfinalist Inter aus dem Weg geräumt, nun dürfte auch Sporting Lissabon an der Hürde scheitern.
Im Hinspiel im Aspmyra Stadion hatte Bodö/Glimt von Anfang an alles im Griff. Zwar hatten die Skandianvier weniger Ballbesitz, doch sie erspielten sich die deutlich gefährlicheren Torchancen. Ein Elfmeter von Sondre Brunstad Fet brachte das Team auf die Siegerstraße. Ole Didrik Blomberg (45.+1) legte kurz vor der Pause nach, ehe Kasper Högh (71.) mit seinem fünften Königsklassen-Treffer den 3:0-Endstand herstellte.

Erfolge sind kein Zufall
Nach dem nächsten Überraschungserfolg herrscht in Norwegen große Euphorie um den Riesentöter. Die Medien feierten das Team von Trainer Kjetil Knutsen. "Die gelbe Dampfwalze hatte während des größten Teils des Spiels die volle Kontrolle und schuf Chancen am laufenden Band", schrieb TV2.
Auf dem heimischen Kunstrasen hatte Bodö/Glimt einmal mehr seine erstaunliche Stärke bewiesen. Das Team präsentiert sich stets als geschlossene Einheit und ist taktisch enorm flexibel. Insbesondere mit dem mannschaftlich geschlossenen, perfekt koordinierten Pressing hatten bereits zahlreiche Gegner große Probleme.

Personelle Kontiunität im Führungsbereich und bei der Kaderplanung tragen ihren Teil zum Erfolg bei. Auch dass in der Akademie sämtlichen Talenten eine ähnliche Spielidee vermittelt wird, sorgt für eine nachhaltig positive Entwicklung.
"Wir haben noch einen langen Weg vor uns, aber das Ergebnis ist fantastisch", sagte der frühere Frankfurter Jens Petter Hauge: "Es wird eine spannende Woche." Die Entscheidung fällt am kommenden Dienstag in Lissabon.
