Das neue Champions-League-Format sorgt für zusätzliche Spannung: Die besten acht Teams qualifizieren sich direkt für das Achtelfinale, während die Mannschaften auf den Plätzen 9 bis 24 in den Playoffs um den Verbleib im Wettbewerb kämpfen. Genau deshalb gibt es zu diesem Zeitpunkt keine bedeutungslosen Spiele, jeder Punkt zählt.
Zum Match-Center: Real Madrid vs. AS Monaco
Es ist durchaus möglich, dass sowohl Real Madrid als auch Monaco am Ende auf einem Playoff-Platz landen. Ein Szenario, das sich in diesen Wochen auch in vielen anderen Partien wiederholt und den Wettbewerb so unberechenbar macht.
Unruhige Zeiten bei den Blancos
Nach dem Umbruch der vergangenen Monate unter Xabi Alonso steht Real Madrid nun unter der Leitung eines weiteren Ex-Spielers: Álvaro Arbeloa. Der ehemalige Verteidiger erlebte jedoch einen denkbar schlechten Einstand. In der Copa del Rey schieden die Königlichen überraschend mit 2:3 gegen Zweitligist Albacete aus, der nun im Viertelfinale auf den FC Barcelona trifft.
Auch der knappe Heimsieg am Wochenende gegen Levante konnte die Fans nicht besänftigen. Beim torlosen Pausenstand hagelte es im Santiago Bernabéu Pfiffe – ein deutliches Zeichen wachsender Ungeduld. Und mit Monaco wartet nun ein Gegner von ganz anderem Kaliber.
Zudem wollen die Madrilenen in der Champions League Wiedergutmachung betreiben, nachdem sie in der vergangenen Runde mit 1:2 gegen Manchester City verloren hatten.
Besonders im Mittelpunkt steht Kylian Mbappé, der erstmals auf jenen Klub trifft, bei dem er sich einst einen Namen machte. Der Stürmer führt mit neun Treffern die Torjägerliste der Champions League 2025/26 an und wird alles daransetzen, diese Bilanz weiter auszubauen.
Monaco mit offensivem Selbstvertrauen
Im Vergleich dazu wirken Folarin Baloguns drei Treffer für Monaco beinahe unscheinbar. Dennoch mahnt gerade Reals jüngstes Pokal-Aus zur Vorsicht: Selbstzufriedenheit kann schnell bestraft werden. Zudem konnte Monaco das Hinspiel des letzten direkten Duells gewinnen, auch wenn dieser Erfolg bis ins Jahr 2004 zurückreicht.
Die Monegassen haben in den letzten drei Champions-League-Partien stets getroffen und sind seit dem torlosen Remis gegen Tottenham im Oktober nicht mehr ohne eigenen Treffer geblieben. Mit einem Sieg, einem Unentschieden und einer Niederlage aus drei Auswärtsspielen weist Monaco zudem eine ordentliche UCL-Bilanz auf.

Real wiederum gewann zwei seiner bisherigen Heimspiele in diesem Wettbewerb und verlor eines. Insgesamt konnten die Gastgeber vier ihrer letzten sechs Pflichtspiele für sich entscheiden, während Monaco in diesem Zeitraum eine ausgeglichene Bilanz aufweist.
Allerdings kassierte das Team aus dem Fürstentum zuletzt eine empfindliche 1:3-Heimniederlage gegen Lorient. Der sichtlich enttäuschte Blick von Trainer Sébastien Pocognoli sprach Bände. Doch genau dieses Resultat könnte auch der Weckruf gewesen sein, den Monaco vor dem Duell in Madrid gebraucht hat.
Verletzungssorgen auf beiden Seiten
Beide Mannschaften müssen auf wichtige Spieler verzichten. Bei Real ist Álvaro Carreras nach seiner dritten Gelben Karte gesperrt. Zudem fehlen Trent Alexander-Arnold sowie mit Antonio Rüdiger, Ferland Mendy und Éder Militão gleich drei weitere Verteidiger.
Rodrygo steht vor einem späten Fitnesstest, gilt jedoch als unwahrscheinlich. Brahim Díaz ist nach seiner Teilnahme am AFCON-Finale noch nicht zurückgekehrt – und selbst dann wäre fraglich, ob er körperlich und mental bereit wäre.

Monaco muss ebenfalls auf mehrere Leistungsträger verzichten. Lamine Camara und Krépin Diatta kehren verspätet von ihren Länderspielen zurück, während Mohammed Salisu, Christian Mawissa, Takumi Minamino, Paul Pogba und Lukas Hrádecký verletzt ausfallen.
Mit bislang 47 Torschüssen stellt Real Madrid die viertbeste Chancenverwertung des Wettbewerbs und bleibt offensiv brandgefährlich. Besonders Mbappé sticht heraus: Er führt sein Team bei Toren, Schüssen, Torschüssen und herausgespielten Chancen an.
Offensive Qualität entscheidet
Sollte es Monaco gelingen, den Franzosen weitgehend aus dem Spiel zu nehmen und zu isolieren, könnten den Blancos jedoch die Ideen ausgehen – selbst wenn Vinícius Júnior wieder zu alter Form findet.
Aufseiten der Gäste ist Maghnes Akliouche der zentrale Akteur. Der 23-Jährige ist Monacos bester Vorlagengeber in der Champions League, gab die meisten Schüsse ab und kommt auch bei Abschlüssen aufs Tor auf Spitzenwerte. Gelingt es ihm, aus dem offensiven Mittelfeld heraus das Spiel zu lenken, könnten Spieler wie Balogun oder Ansu Fati die anfällige Defensive der Madrilenen vor erhebliche Probleme stellen.

