In der Geschichte von Bayer Leverkusen gab es viele großartige Angreifer. Neben Größen wie Ulf Kirsten, Dimitar Berbatov, Oliver Neuville und Stefan Kießling hat sich mittlerweile auch Patrik Schick einen Ehrenplatz in der Vereinsgeschichte ergattert.
199 Einsätze hat er bislang für die Werkself bestritten und dabei beeindruckende 108 Scorerpunkte gesammelt (94 Tore und 14 Vorlagen). Besonders beeindruckend ist die Konstanz, mit der sich der Linksfuß in die Torschützenliste einträgt – wenn ihn nicht gerade das Verletzungspech einbremst.
Nur während der legendären Meistersaison 2023/24 hatte ihm Victor Boniface zwischenzeitlich den Rang abgelaufen. Vorrangig, weil Schick mit einer langwierigen Adduktorenverletzung zu kämpfen hatte. In der darauffolgenden Spielzeit holte sich Schick seinen Stammplatz zurück, in der Bundesliga erzielte er 21 Tore.
Match-Center: Bayer vs. Arsenal
Mannschaftsdienlicher Mittelstürmer
Interessant: Mit seinem Profil hat der Tscheche eigentlich nicht in das auf Kombationsspiel ausgerichtete Spielsystem des damaligen Trainers Xabi Alonso gepasst. Doch aufgrund seines ausgeprägten Torriechers – der sich aus einem klugen Stellungsspiel im gegnerischen Strafraum und einem präzisen Abschluss speist – war er auch für den Spanier unverzichtbar. Zumal Schick gelernt hat, sich stets in den Dienst der Mannschaft zu stellen.

Bereits 2022 erklärte er in einem Interview mit dem Vereinsmagazin, dass er im Training gezielt daran gearbeitet hat, "effizienter zu sein. Alles, was ich auf dem Platz mache, soll der Mannschaft zugute kommen. Das bedeutet, dass ich mich auf ein oder zwei Ballkontakte beschränke und weniger dribble."
Dass er trotz seiner Körpergröße von 1,91 Metern auf eine Spitzengeschwindigkeit von 34,6 km/h kommt, macht ihn für jede Abwehrreihe dieser Welt zu einer ständigen Gefahr. Auf europäischer Bühne haben das auch schon echte Spitzenklubs zu spüren bekommen.
In der laufenden Champions-League-Saison hat Schick bereits vier Tore erzielt. Durch seinen Doppelpack im Play-off gegen Olympiakos Piräus ermöglichte er Leverkusen überhaupt erst den Sprung ins Achtelfinale. Auch gegen Arsenal ist er für das Team von Trainer Kasper Hjulmand unverzichtbar. Dass er in den vergangenen Tagen aufgrund von muskulären Problemen pausieren musste, ist keinesfalls optimal.
